Band „Lume“ stellt Album vor Ein Kessel Psychedelisches

Münster -

Die münsterische Band „Lume“ hat am Wochenende ihr neues Album vorgestellt. Das Publikum im Gleis 22 war begeistert.

Von Mira Taylor
Die münsterische Band Lume präsentierte ihr neues Album im Gleis 22. Der Club war nahezu ausverkauft.
Die münsterische Band Lume präsentierte ihr neues Album im Gleis 22. Der Club war nahezu ausverkauft. Foto: Mira Taylor

Sie spielen keinen Blues, keinen Heavy-Rock und auch keinen Psychedelic. Die münsterische Band Lume vermengt verschiedene Stile zu etwas Neuem, zu „Progadelic Bluesrock“. Ihr erstes Album „Great Mother Fury“ präsentierte sie am Samstag in einem nahezu ausverkauften Gleis 22, wobei sie zeigte, was Progadelic Bluesrock eigentlich ist. Ein Jazzpianist mit flinken Händen, ein Sänger mit goldenem Saxofon, ein Schlagzeuger aus dem Bluesrock, ein virtuoser Bassist und ein Gitarrist mit Songideen.

Die Entwicklung der Lieder sei spontan und experimentell: „Meistens bringt unser Gitarrist Kevin König eine neue Melodie mit“, erklärt Pianist Till Lorenzen. „Dann jammen wir drauf los, bis ein ganzer Song entsteht.“

Auch die Aufnahmen für ihr Debütalbum seien eine „Hau-Ruck-Aktion“ gewesen: „Nach einem Anruf bei Fox Music in Telgte dauerte es nur zwei Wochen, bis wir innerhalb von drei Tagen unser komplettes Album aufspielten. Deshalb hat es auch einen gewissen Live-Charakter, ist authentisch und echt“. Bassist Ingmar Eger ist zufrieden: „Stolzer können wir nicht sein.“ Die Songs seien poetisch, literarisch und musikalisch interessant.

Das Album selbst handelt von Individualisten, Freaks und Außenseitern. „Natürlich geht es auch ein bisschen um uns selber“, gesteht Pianist Till. Es sei eine Traumreise zu vielfältigen Sounds und ungleichen Stimmungen. „Great Mother Fury“ symbolisiere die persönliche Muse der Band: Sie sei verrückt, vertrackt und eine Furie zugleich.

Jedes Bandmitglied gibt ein Solo zum Besten und wird vom Publikum gebührend bejubelt. „Beim Song ‚Psychedelic Circus‘ kann ich den Kessel mal richtig rumrühren“, freute sich Schlagzeuger Fred Metje vor dem Konzert.

Die Masse tanzt, hüpft und springt immer höher. Lume schaffen es, das Publikum von ihrem ersten Album zu überzeugen. Am Ende des Konzerts ist Sänger Nils Terborg überwältigt: „Es sind so viele Leute hier, ich bin einfach baff! Wir haben so lange darauf hingearbeitet, und ihr habt es vollendet, danke!“

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