Michael Koch Gast beim Smaragd-Quintett im Rathauskonzert Horn mit Mozarts Leichtigkeit

Münster -

Im Rathauskonzert des Sinfonieorchesters Münster war diesmal Michael Koch zu Gast. Er spielte das Hornquintett von Mozart. Das Smaragd-Quintett Münster spielte ferner das Streichquintett B-Dur von Mendelssohn Bartholdy und das Streichquintett F-Dur von Brahms.

Von Stefan Herkenrath
Smaragd-Quintett mit Gast (v. l.): Michael Koch, Mara Smith, Monika Krack, Christoph Struck, Karin Struck und An­dreas Denhoff
Smaragd-Quintett mit Gast (v. l.): Michael Koch, Mara Smith, Monika Krack, Christoph Struck, Karin Struck und An­dreas Denhoff Foto: rat

Von allen Blechblasinstrumenten ist das Horn das technisch anspruchsvollste. So liegt der Reiz des Hornquintetts von Mozart nicht zuletzt darin, leicht und beschwingt daher zu kommen und dabei dem Hornisten mit unangenehm zu intonierenden Läufen und Sprüngen höchste Virtuosität abzuverlangen. Michael Koch, Solohornist des Sinfonieorchesters, stellte sich beim Rathauskonzert mit den Kollegen vom Smaragd-Quintett dieser diffizilen Aufgabe.

Dabei hatte er zunächst mit den hornspezifischen Tücken der Intonation zu kämpfen, was angesichts der Erkältungswelle, die im Auditorium zu vernehmen war, nicht verwundern konnte. Ausgerechnet bei den schwierigen Passagen des finalen Allegro gelingt Koch dann über weite Strecken die Kombination kraftvoll melodischer Gestaltung und mozartischer Leichtigkeit.

Das Streichquintett in B-Dur von Mendelssohn Bartholdy gehört zum Bewegendsten, was für diese Besetzung geschrieben worden ist. Die ganze Klangfülle der (gegenüber dem Streichquartett um eine Viola erweiterten) Besetzung schöpft der Komponist konsequent aus. Mit feinem Gespür für die Nuancen der spezifisch romantischen Textur interpretierten Karin und Christoph Struck (Violine), Mara Smith und Andreas Denhoff (Viola) sowie Monika Krack (Violoncello) dieses Werk gleichzeitig so innig und transparent, dass die Gedankentiefe des früh verstorbenen Komponisten Mendelssohn Bartholdy greifbar wurde.

Solcherart bestens eingestellt, nahm sich das Smaragd-Quintett eines weiteren Klassikers: Brahms Streichquintett in F-Dur (op. 88). Und auch hier erwies sich das Kammerensemble des Sinfonieorchesters den Anforderungen mehr als gewachsen. Die für Brahms so kennzeichnende, an den Vorbildern alter Musik geschulte Stimmführung, die dieser mit dem Ausdrucksgehalt der Romantik zu verbinden weiß, stellt höchste Anforderungen an das Zusammenspiel des Ensembles. Ein Aufgabe, der sich das Smaragd-Quintett aufs Vortrefflichste gewachsen zeigte, wofür es im Rathaus mit anhaltendem Beifall belohnt wurde.

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