Theater und Schlosstheater zeigen 20 Film-Adaptionen Shakespeare auf der Leinwand

Münster -

Die Geschichte der Shakespeare-Verfilmungen ist so alt wie das Kino selbst. Mit über 420 mehr oder weniger textnahen Film-Adaptionen seiner Werke ist der englische Dichter und Dramatiker der meistverfilmte Autor der Geschichte. Begleitend zu den „Theatergesprächen“ aus Anlass des 400. Todestags William Shakespeares im Jahr 2016 zeigt das Theater in Kooperation mit dem Schlosstheater von Januar bis Mai 20 ausgewählte Filme von Werken des elisabethanischen Dramatikers.

Orson Welles als Macbeth in der gleichnamigen Verfilmung aus dem Jahr 1948
Orson Welles als Macbeth in der gleichnamigen Verfilmung aus dem Jahr 1948 Foto: Theater Münster

Unter den zahlreichen Bühnenstücken, die den Weg auf die Leinwand fanden, überwiegen die Tragödien, wobei „Hamlet“ und „Romeo und Julia“ am häufigsten filmisch umgesetzt wurden. Kuratiert von dem Anglisten Johann Schmidt (Hamburg) und Theatersprecher Wolfgang Türk schlägt die Filmauswahl einen Bogen von den ersten Stummfilmen der 20er Jahre über die Monumentalverfilmungen Hollywoods bis hin zu modernen, freien Adaptionen der Stoffvorlagen.

Dabei werden Klassiker von Regiegrößen wie Laurence Olivier, Orson Welles, Franco Zeffirelli und Roman Polanski, japanische Verfilmungen von Akira Kurosawa wie auch die zu Kultfilmen avancierten Produktionen von Kenneth Branagh zu sehen sein. Zu den Raritäten zählen die Hamlet-Verfilmung mit Stummfilmstar Asta Nielsen in der Titelrolle (1921), der „Sommernachtstraum“ nach der Freilichtinszenierung von Max Reinhardt (1935) und die im Deutschland des Wirtschaftswunders angesiedelte Hamlet-Adaption „Der Rest ist Schweigen“ von Helmut Käutner (1959).

Unter dem Titel „Shakespeare verfilmt. Vom Stummfilm über die Klassische Epoche zu modernen Aktualisierungen“ wird die Filmreihe am Sonntag (10. Januar) um 11 Uhr mit einem umfassenden Einführungsvortrag von Prof. Johann Schmidt im Schlosstheater (Melchersstraße 81) eröffnet. Nach einer kurzen Pause folgt als Auftakt „Shakespeare in love“ von John Madden (1998).

Die Filmreihe wird dann jeweils sonntags (am Oster- und Pfingst-Wochenende montags) um 11 Uhr fortgesetzt. Jeder Film wird von einem kurzen filmwissenschaftlichen Beitrag eingeführt. Ein mehrseitiges Programmblatt, das an der Theaterkasse erhältlich ist, informiert über die genauen Aufführungsdaten.

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Karten sind sowohl an der Theaterkasse ( ✆ 5 90 91 00) wie an der Kinokasse ( ✆ 2 25 79) erhältlich.

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