„Kontrolldruck der Polizei funktioniert“ Ordnungsdezernent Heuer will keine Verhaltenstipps geben

Münster -

Verhaltenstipps wie Kölns Oberbürgermeisterin will Münsters Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer nicht geben. Er sieht nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in Köln in erster Linie polizeiliches Handeln gefordert.

Von Ralf Repöhler
Wolfgang Heuer
Wolfgang Heuer Foto: Matthias Ahlke

Münsters Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer zeigt sich entsetzt über die Straftaten in der Kölner Silvesternacht, „die einen sehr schwerwiegenden Angriff auf unseren Rechtsstaat darstellen“. Verhaltenstipps mit Bezug auf die Straftaten will er im Gegensatz zur Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker nicht geben. „Ich sehe in erster Linie polizeiliches Handeln gefordert“, sagt Heuer. Reker hatte nach den sexuellen Übergriffen gegen zahlreiche Frauen vor dem Kölner Hauptbahnhof Verhaltenstipps gegeben („eine Armlänge Distanz“ ), die ihr harsche Kritik einbrachten.

Aus Heuers Sicht funktioniere vor Ort der Kontrolldruck der Polizei- und Ordnungsbehörden, obwohl es auch in Münster Trickdiebe gebe, die ihre Opfer antanzten. „Die Verknüpfung dieser Eigentumsdelikte mit einer Gruppengewalt gegen Frauen wie in Köln ist mir in unserer Stadt aber nicht bekannt“, betont Heuer.

Polizeipräsident Hans-Joachim Kuhlisch hatte am Mittwoch gesagt, dass Münsters Polizei keine Kenntnisse über mit Köln vergleichbare Fälle habe . Es gebe aber eine Form von Taschendiebstählen, bei denen die Täter ihre Opfer auf Straßen und in Diskotheken antanzten und berührten, um das Portemonnaie oder Smartphone zu stehen. Sexuelle Hintergründe gebe es dabei nicht.

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