Entsetzen über Übergriffe Köln ist nicht Münster

Die widerwärtigen Übergriffe auf Frauen in Köln und anderen Städten hat es in Münster nicht gegeben, sagt die Polizei. Dass ihr Chef Hans-Joachim Kuhlisch dennoch genaue Schlüsse daraus ziehen will, unter welchen Bedingungen eine solche Lage eskalieren kann, ist die angemessene Reaktion. Ein Kommentar.

Von Ralf Repöhler

Seit Monaten müssen Partygänger auf den Ausgehmeilen der Stadt die sogenannte Antanzmasche fürchten. Junge Männer springen dabei ihre Opfer regelrecht an – und am Ende sind Portemonnaie und Smartphone weg.

Wohlgemerkt: Bei den dreisten Dieben handelt es sich nicht um die Flüchtlinge, die in den vergangenen Wochen nach langer Odyssee nach Münster gekommen sind. Es sind vielmehr laut Polizei offensichtlich vernetzte Tätergruppen mit Migra­tionshintergrund, die hier ihren Wohnsitz haben. Diesen Taschendieben das Handwerk zu legen, ist das richtige Behördenziel.

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