Überweisungspanne Stadtwerke: Mitarbeiter haftet nicht

Münster -

Wegen einer Überweisungspanne mussten die Stadtwerke mehr als eine halbe Million Euro abschreiben. Der verantwortliche Mitarbeiter bekam viel Ärger, haften muss er aber nicht.

Von Dirk Anger
Mehr als eine halbe Million Euro kostete eine falsche Überweisung eines Mitarbeiters der Stadtwerke Münster.
Mehr als eine halbe Million Euro kostete eine falsche Überweisung eines Mitarbeiters der Stadtwerke Münster. Foto: Matthias Ahlke

Für die folgenschwere Überweisungs­panne, wegen derer die Stadtwerke Münster mehr als ein halbe Million Euro abschreiben mussten, muss der betroffene Stadtwerke-Mitarbeiter nicht selbst haften. Das bestätigte das städtische Unternehmen erneut. „Es handelte sich um einen menschlichen Fehler“, erklärte Stadtwerke-Sprecher Florian Adler.

Ein Mitarbeiter hatte nach Darstellung der Stadtwerke bei der Ausführung einer Überweisung im Sommer 2014 gegen das vorgeschriebene Vier-Augen-Kontrollprinzip verstoßen. Ein Zahlendreher bei der Kontonummer sorgte deshalb dafür, dass ein Betrag in Höhe von 1,7 Millionen Euro beim falschen Empfänger einging; nur 1,2 Millionen Euro konnten zurückgeholt werden.

Der Stadtwerke-Mitarbeiter sei damals gerügt worden. Für die verlorenen mehr als 500 000 Euro hafte der Mann, der weiter bei den Stadtwerken tätig ist, aber nicht. Adler: „Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler.“

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