Überweisungspanne
Stadtwerke: Mitarbeiter haftet nicht

Münster -

Wegen einer Überweisungspanne mussten die Stadtwerke mehr als eine halbe Million Euro abschreiben. Der verantwortliche Mitarbeiter bekam viel Ärger, haften muss er aber nicht.

Donnerstag, 07.01.2016, 15:30 Uhr aktualisiert: 07.01.2016, 16:40 Uhr
Mehr als eine halbe Million Euro kostete eine falsche Überweisung eines Mitarbeiters der Stadtwerke Münster. Foto: Matthias Ahlke

Für die folgenschwere Überweisungs­panne, wegen derer die Stadtwerke Münster mehr als ein halbe Million Euro abschreiben mussten, muss der betroffene Stadtwerke-Mitarbeiter nicht selbst haften. Das bestätigte das städtische Unternehmen erneut. „Es handelte sich um einen menschlichen Fehler“, erklärte Stadtwerke-Sprecher Florian Adler.

Ein Mitarbeiter hatte nach Darstellung der Stadtwerke bei der Ausführung einer Überweisung im Sommer 2014 gegen das vorgeschriebene Vier-Augen-Kontrollprinzip verstoßen. Ein Zahlendreher bei der Kontonummer sorgte deshalb dafür, dass ein Betrag in Höhe von 1,7 Millionen Euro beim falschen Empfänger einging; nur 1,2 Millionen Euro konnten zurückgeholt werden.

Der Stadtwerke-Mitarbeiter sei damals gerügt worden. Für die verlorenen mehr als 500 000 Euro hafte der Mann, der weiter bei den Stadtwerken tätig ist, aber nicht. Adler: „Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler.“

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