Stadtwerke-Panne Gut 500 000 Euro sind verloren

Münster -

Eine Fehlüberweisung im Jahr 2014 kommt die Stadtwerke Münster teuer zu stehen. Mehr als eine halbe Million Euro ist futsch.

Von Dirk Anger
Nicht erfreut:  Stadtwerke-Chef Dr. Henning Müller-Tengelmann
Nicht erfreut:  Stadtwerke-Chef Dr. Henning Müller-Tengelmann Foto: Oliver Werner

Aus der bösen Ahnung erwächst Gewissheit: Die Stadtwerke Münster bekommen ausstehende gut 500 000 Euro von der Frankfurter Investment Synergy Group (ISG) nicht mehr zurück. Das Insolvenzverfahren gegen die Firma läuft – Hoffnung, in diesem Zuge noch einen Geldschatz bei der ISG heben zu können, hat die Stadtwerke-Geschäftsführung nach eigenem Bekunden nicht.

„Das ist natürlich keine freudige Nachricht“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Henning Müller-Tengelmann. Allerdings beeinflusse diese das Ergebnis des gerade begonnenen Geschäftsjahres nicht. Der Verlust sei bereits zurückliegend in den Büchern berücksichtigt worden. Bekanntlich hatten die Stadtwerke im Sommer 2014 infolge eines Zahlendrehers bei einer Überweisung fälschlich 1,7 Millionen Euro auf das Konto der Frankfurter Firma ISG überwiesen. Etwa 1,2 Millionen konnten noch zurückgeholt werden.

Im vergangenen Jahr hatte das münsterische Versorgungsunternehmen einen rechtskräftigen Titel auf Rückzahlung der restlichen halben Million Euro vor Gericht erwirkt. „Wir haben alle Konten der ISG, die uns bekannt waren, überprüft“, so Müller-Tengelmann. 800 Euro habe man gefunden – mehr nicht.

Ein erster Insolvenzantrag der ISG sei wieder aufgehoben worden, so Müller-Tengelmann. Anfang Dezember habe man dann erfahren, dass nun endgültig ein Insolvenzverfahren gegen die Firma in die Wege geleitet worden sei. Doch davon verspricht man sich am Hafenplatz nichts.

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