Wohngebäude in der Lützowkaserne Ein Heim für 200 Flüchtlinge

Münster-handorf -

In wenigen Tagen wird sich die Zahl der Flüchtlinge in Handorf vervielfachen: Die zwei von der Bundeswehr zur Verfügung gestellten Wohngebäude der Lützowkaserne werden von 200 Personen bezogen.

Von Lukas Speckmann
Die beiden Gebäude am Rande der Lützowkaserne wurden in den vergangenen Wochen saniert. Die Trägerschaft der neu entstandenen Flüchtlingseinrichtung übernimmt das Diakonische Werk.
Die beiden Gebäude am Rande der Lützowkaserne wurden in den vergangenen Wochen saniert. Die Trägerschaft der neu entstandenen Flüchtlingseinrichtung übernimmt das Diakonische Werk. Foto: spe

Zuvor darf sich die Öffentlichkeit die Häuser ansehen: Am heutigen Dienstag werden um 17 Uhr die Türen geöffnet. Anschließend beginnt um 18 Uhr im Haus Münsterland (Immelmannstraße 37) eine Bürgerversammlung, zu der Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek und das städtische Sozialamt einladen.

Bei dieser Gelegenheit gibt es auch Informationen über den neuen Träger. Denn mit Beginn des Jahres hat das Diakonische Werk die Trägerschaft der Flüchtlingsheime in Münster-Ost übernommen, wie Sozialamtsleiterin Dagmar Arnkens-Homann bestätigt. Das gilt für die neue Unterkunft in der Kaserne und für die bestehenden Einrichtungen am Kirschgarten und am Sundern – wahrscheinlich auch für alle künftigen Flüchtlingsheime wie in Gelmer oder am Willingrott. „Wir finden es besser, wenn ein einziger Träger für den Bezirk zuständig ist“, betont Arnkens-Homann. In den bislang städtischen Unterkünften gebe es deshalb einen Personalwechsel. Für das Diakonische Werk gelte derselbe Stellenschlüssel wie für das Sozialamt: eine Hausmeisterstelle und eine Sozialarbeiterstelle für jeweils 100 Personen.

Künftig werden auch am Rand des Gewerbegebiets Gildenstraße Flüchtlinge wohnen. Allerdings mag Herbert Berkemeier vom Sozialamt nicht von einer „Einrichtung“ sprechen: Der Eigentümer einer Hofstelle habe sein Haus privat renoviert und stellt es für „einen größeren Familienverband“ mit etwa 30 Personen zur Verfügung.

Dass private Vermieter der Stadt Wohnraum anbieten, komme gelegentlich vor, sagt Berkemeier – „aber nicht so kurzfristig für eine so große Gruppe“. Das Haus befinde sich in einem „Top-Zustand“ und sei samt Außenanlagen nutzbar, die Nähe zur Bushaltestelle sei ein weiteres Plus. Der Hof sei für die Dauer von drei Jahren angemietet worden – mit der Option auf eine Verlängerung. Mit jeweils einer Drittelstelle seien ein Hausmeister und ein Sozialarbeiter für diese Unterkunft zuständig.

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Die Besichtigung der Kasernengebäude beginnt heute um 17 Uhr. Die Häuser befinden sich direkt an der Lützowstraße – hinter der Hauptzufahrt noch etwa 400 Meter Richtung Lauheide fahren, dann rechts.

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