Eischaos – positiv gesehen Juist – total entschleunigt

Münster / Juist -

„Es sieht alles toll aus, das Eis, die Bäume, man betrachtet die Natur mit anderen Augen.“ Birgit Hövener sitzt auf Juist fest. Aber sie findet das nicht schlecht. Juist, diese Insel, die für manche sowieso der vollkommene Rückzugsraum darstellt, sei jetzt noch mal „entschleunigt“.

Von Günter Benning
So viel Schnee ist das ja gar nicht: Aber es ist sehr glatt. Handyfoto von Birgit Hövener aus Juist.
So viel Schnee ist das ja gar nicht: Aber es ist sehr glatt. Handyfoto von Birgit Hövener aus Juist. Foto: Birgit Hövener

Drei Familien aus Münster mit zusammen sieben Kindern feierten gemeinsam das neue Jahr. Na klar, sagt Birgit Hövener, als es dann Blitzeis gab, war es erst schwierig, sich über die Insel zu bewegen. Die Gemeinde habe spät gestreut, es gibt ja auch keine Pkw auf der Insel.

Und na klar, sagt sie, „wir hätten heute arbeiten müssen, mein Mann hatte wichtige Termine“. Aber da müsse man sich eben arrangieren. Auch die anderen Berufstätigen aus Münster, die auf Juist eingefroren waren, konnten auf Verständnis von Chefs und Kollegen setzen. Die hätten entspannt reagiert – also Entspannung mit Fernwirkung.

Unangenehm wurde es für die Höveners nur, als die Heizung ausfiel. Da musste sich dann jeder Decken um die Beine schlagen. Und irgendwie fand sich dann auf der Insel doch noch eine Ersatz-Umwälzpumpe.

„Schade“, sagt Birgit Hövener, „wenn man schlecht redet.“

Ein Vorteil des Wetters: Es kommen auch keine neuen Gäste. Gedränge fällt aus.

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