Ausstellung im Kulturbahnhof Bilder vom Menschsein

Münster-Hiltrup -

Menschen als Individualisten, abstrakte Hieroglyphenzeichen unter ihresgleichen oder gar als Tiere? Katharina und Zbigniew Przadka sowie Monika Mausolf, drei Künstler aus zwei Generationen, beschäftigen sich immer wieder aufs Neue mit dem Thema „Mensch“. Zur Vernissage ihrer neuen Kunstausstellung im Kulturbahnhof hatte das Organisationsteam „Ausstellung“ rund um Mechtild Born eingeladen.

Von Maria Groß
Die Künstler Katharina und Zbigniew Przadka sowie Monika Mausolf (r.) präsentierten ihre gemeinsame Ausstellung mit Arbeiten zum Thema „Mensch, Menschen, Kreaturen“ im Kulturbahnhof. Die Arbeiten sind noch bis März zu sehen.  
Die Künstler Katharina und Zbigniew Przadka sowie Monika Mausolf (r.) präsentierten ihre gemeinsame Ausstellung mit Arbeiten zum Thema „Mensch, Menschen, Kreaturen“ im Kulturbahnhof. Die Arbeiten sind noch bis März zu sehen.   Foto: iag

Viele Besucher kamen – und wurden von einer Lesung zum Ausstellungsthema überrascht. Quasi als künstlerische Beigabe dazu. Günter Rohkämper-Hegel vom Hiltruper Vorleseclub ließ sich vom Thema inspirieren und sezierte mit einer Passage aus Johannes Bobrowskis „Mäusefest“ das menschliche Sein und Existieren gleichermaßen.

Monika Mausolf, die Jüngste unter den drei Ausstellern zeigte ihre bunten, collageartig anmutenden Gemälde, die sich vor allem mit dem animalischen Aspekt im Menschen auseinandersetzen. Parallelen zwischen Tieren und Menschen seien ihre Passion, diese versuche sie herauszuarbeiten, sei es durch erfundene Sujets oder auch durch das Spiel mit optischen Verzerrungen wie beim Werk „Precreations“.

Jeder der drei Künstler habe sich im Vorfeld intuitiv einen Bereich im Ausstellungsgebäude reserviert. „Vielleicht würden unsere Bilder etwas dazugewinnen, wenn man sie mischt“, spekulierte Zbigniew Przadka über die Anordnung der Ausstellungsobjekte im Raum, doch seine Ehefrau Katharina Przadka war sich sicher, dass diese intuitive Entscheidung die beste sei. Beide teilen sich ein Künstleratelier, da seien kreative Konflikte vorprogrammiert, erzählen sie. Doch beide Kunstschaffenden haben ihren eigenen Stil.

Während die menschlichen Figuren bei Zbigniew Przadka auf die Farben Schwarz und Weiß reduziert sind und sich erst aus vielen einzelnen Umrissen ein Ganzes zusammensetzt, malt Katharina Przadka Familienmitglieder und Freunde, die sie inspirieren, mit stark manieristischen Zügen. Anspielungen auf Andy Warhol und Kompositionen des Malers El Greco kommen einem da in den Sinn.

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