Jovel
Tony Carey als Überraschungsgast beim Max-Buskohl-Konzert

Münster -

Eigentlich tritt Tony Carey nicht gerne in Deutschland auf. Die Deutschen können einfach nicht gut genug Englisch, um seine lyrischen Texte zu verstehen, sagt er. Am Montag machte er eine Ausnahme und trat als Überraschungsgast bei der dritten Auflage der Konzertreihe „Max + ? = Montag“ auf.

Dienstag, 08.12.2015, 14:21 Uhr aktualisiert: 08.12.2015, 18:32 Uhr
Talk auf der Bühne: Max Buskohl ist immer sicherer in seiner Rolle als Conferencier – am Montag begrüßte er unter anderem Tony Carey. Foto: Gunnar A. Pier

Sie kennen sich länger, als Max Buskohl selbst wusste: „Als du zwei Jahre alt warst, hast Du mindestens eine Saison lang die Baby-Kleidung meiner Tochter getragen“, erklärte Tony Carey am Montagabend vor seinem Auftritt im Jovel – und Max musste laut lachen.

Es sind genau diese Seilschaften, die die famose Konzertreihe mit dem sperrigen Titel „Max + ? = Montag“ im münsterischen Club möglich macht: In den 80er Jahren spielte Tony Carey, zuvor unter anderem Keyboarder in Ritchie Blackmores Band Rainbow, eine Zeit lang bei Peter Maffay mit – zusammen mit Buskohls Vater Carl Carlton an der Gitarre und Jovel-Chef Steffi Stephan am Bass. Der Draht riss nie ganz, und so stoppte Tony Carey am Montagabend auf dem Weg von Norwegen nach Hause kurz in Münster.

Tony Carey, Max Buskohl und andere im Jovel

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Sein größter Hit: „Room with a View“

Sechs Songs hatte sich der 62-Jährige ausgesucht. Nach einer Solo-Version von „Room with a View“, seinem in Deutschland größten Hit, gesellten sich münsterische Musiker, darunter Steffi Stephan und Michael Voss, zu ihm. „Wir spielen es, wie geprobt“, sagt Carey dann gerne – denn geprobt war hier nichts. Alle hatten sich die Songs unabhängig voneinander draufgeschafft und improvisierten nun in schönster Session-Manier.

Laute Kracher statt sanfter Balladen

Das rockte mitunter gewaltig. Dass es derart spontan kaum gelingen kann, den im Studio so ausgeklügelt arrangierten Liedern gerecht zu werden, störte am Montag niemanden. Geschickt waren laute Kracher wie „Burning Bridges“ ausgewählt statt leiser Balladen wie „Letting go“. Per Blickkontakt stimmten sich die Herren auf der Bühne ab.

Max Buskohl, Namens- und Gastgeber der Veranstaltung, hatte den Abend selbst eröffnet mit einigen eigenen Songs, bevor er seine ersten Gäste begrüßte. Die für diesen Tag zum Duo geschrumpfte Band Ohrenpost hatte sich zuletzt bei einem New-Names-Konzert Freunde gemacht und sprang nun mit einem Akustik-Set kurzfristig für einen ausgefallenen Act ein. Die beiden zeigten, wie viel Druck sich alleine mit Gitarre und Gesang erzeugen lässt – wenn beides gut ist.

Packender New-Orleans-Jazz

Noch mehr Power vermittelte die zweite Gruppe, die Sazerac Swingers. Mit packendem New-Orleans-Jazz mühten sie sich redlich, das Konzert zur Party zu verwandeln. Mitunter aber verzweifelten sie sichtlich an etwas reservierten Münsterländern vor der Bühne.

Nach gut anderthalb Stunden Show schlug die Stunde von Tony Carey. Max Buskohl, immer sicherer in seiner neuen Rolle als Conferencier, führte ein launiges Interview mit dem US-Amerikaner, der in Deutschland lebt. Dann sprachen die Songs.

Zum Finale trafen sich alle noch einmal auf der Bühne und improvisierten den Klassiker „Everybody needs somebody“. Ungeprobt, na klar. Das klappt auch, wenn man sich nicht seit dem Baby-Alter kennt.

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