„Horizon“ lockte über 6800 junge Menschen in die Halle Münsterland Horizonte erweitern

Münster -

Auf der Bildungsmesse „Horizon“ in der Halle Münsterland herrschte am Wochenende reger Betrieb. Mehr als 6800 Schüler, Studierende und junge Berufstätige haben sich auf den Weg gemacht, um an beiden Tagen Informationen über ihre beruflichen Perspektiven zu sammeln.

Von Marion Fenner

Gummibärchen, Bonbons, Pfefferminz, Speichersticks, Kugelschreiber, Schoner für den Fahrradsattel, Luftballons, Flummis, Schlüsselbänder sowie unzählige Flyer, dazu bunte Taschen, um das alles zu transportieren. Bei der Messe Horizon für Studium und Abiturientenausbildung in der Halle Münsterland gingen die jungen Besucher am Wochenende schwer bepackt wie nach einem Einkaufsbummel nach Hause.

Universitäten, Fachhochschulen, Behörden, private Schulen und Arbeitgeber aus verschiedenen Bereichen wollten ihre künftigen Studierenden und Fachkräfte mit kleinen Geschenken an ihre Stände locken. Mit Erfolg – der Andrang war riesengroß. Mehr als 6800 Schüler, Studierende und junge Berufstätige machten sich am den beiden Tagen auf den Weg. So wie Jens Gönner aus Steinfurt, der Pharmazie oder Chemie studieren will. An den Infoständen der Universitäten und Fachhochschulen informierte er sich über die Zugangsvoraussetzungen und Studienbedingungen. Gerne möchte er in der Region bleiben. Tom Rummeling interessierten von allem die Stände der Technischen Hochschulen, weil er Maschinenbau studieren will. Trotzdem schaute er bei Krankenkassen und anderen Universitäten vorbei und ließ sich reichlich beschenken. „So hat sich der Besuch doppelt gelohnt“, sagt er mit einem Schmunzeln. Es gab auch die Unentschlossenen, die sich ausführlich beraten ließen.

Gerade angesichts der doppelten Abiturjahrgänge, die in diesem Jahr von den Schulen entlassen werden, schauten sich einige nach Alternativen zu den klassischen Angeboten um. „Man darf sich nicht nur in der Nähe des eigenen Wohnorts bewerben“, rät Chiara Stein. Ostdeutsche Unis könnten eine Möglichkeit sein. Sie selbst kommt aus Köln und studiert Medizin an der Martin-Luther-Universität in Halle und kann den Osten nur empfehlen. „Bei uns werden auch seltenere Fächer wie Judaistik oder Slavistik angeboten.“ Dort sei der Andrang nicht so groß, zum Teil gebe es Studiengänge mit nur drei Studierenden. Das seien optimale Bedingungen für ein Studium.

Irina Kühlper stammt aus Mainz und hat sich für ein Studium im niederländischen Enschede entschieden. Die Unis in Holland seien in der Regel perfekt ausgestattet, nicht überlaufen und bieten zudem Fächer, die in Deutschland nicht studiert werden können. Nachteil seien die Studiengebühren, 1835 Euro zahlt sie pro Jahr. „Für eine wirklich gute Ausbildung lohnt sich das aber“, ist sich die angehende Textilmanagerin sicher.  

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