Staudenbörse an der Mühle zog Hobbygärtner magisch an
Die perfekte Zeit zum Pflanzen

Metelen -

Umfangreich war wieder einmal das Angebot der Staudenbörse der Kulturinitiative Metelen (KIM). Zahlreiche private Gartenbesitzer nutzten die Gelegenheit zu Fachsimpeleien oder dazu, den Bestand für das heimische grüne Wohnzimmer aufzufrischen. Parallel zum Denkmaltag, an dem auch Plagemanns Mühle als Veranstaltungsort geöffnet hatte, fand die Veranstaltung zum sechsten Mal in Folge statt.

Montag, 09.09.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 10.09.2019, 11:56 Uhr
Die Qual der Wahl hatten diese Besucher eines der Stände während der Staudenbörse an Plagemanns Mühle. Foto: Norbert Hoppe

„Der Herbst ist die beste Zeit, um Stauden zu teilen und zu pflanzen.“ Ein ganz kurzer, aber sehr zu treffender Hinweis für alle Hobbygärter, den die Metelenerin Reinhild Reuter den interessierten Besuchern bei der Staudenbörse der Kulturinitiative Metelen (KIM) am Sonntag an Plagemanns Mühle mit auf den Weg gab.

Aber: Blühende Pflanzen sollten jetzt nicht geteilt werden, so der Hinweis von Hildegard Rave, die eigens aus Velen-Ramsdorf zur Staudenbörse nach Metelen gekommen war. „Herbstanemonen dürfen nicht im Herbst gepflanzt werden“, sagt Rave, denn sie verabschiedeten mit ihren Blüten den Sommer und läuteten den Herbst ein, so die Hobbygärtnerin, die mit ihrer Tochter einen Stand besetzt hat.

Dass die Kulturinitiative eine Staudenbörse durchführt, ist für Margret Sprickmann-Kerkerinck schon selbstverständlich. Die zweite Vorsitzende der KIM verweist auf Angebote zu Informationen zur Gartenkultur, von denen es in jedem Jahr noch zwei weitere gibt. Der Tag der offenen Gärten bietet Gelegenheit, mit dem Rad ausgewählte Gärten in Metelen zu besuchen. Und auf der Bus-Gartentour entdecken die Mitfahrenden in den Niederlanden kunstvoll von Landschaftsarchitekten angelegte Gärten und Parkanlagen.

Seit sechs Jahren erfreut sich die Staudenbörse wachsender Beliebtheit. „Zu uns kommen bislang ausschließlich Aussteller, die ihren Garten als Hobby betreiben“, berichtet Sprickmann-Kerkerinck. Und der Termin ist jedes Jahr derselbe, nämlich am Denkmaltag, der in diesem Jahr auf den 8. September fiel. „Das Gelände an Plagemanns Mühle, eine der ältesten Mühlen des Münsterlandes, bietet ein wunderschönes Ambiente für den Tausch und den Kauf von Stauden“, beschreibt Sprickmann-Kerkerinck die Vorteile des Standortes. Und da gleichzeitig an diesem Sonntag an der Mühle der Tag des offenen Denkmals ist, könnten die Besucher beider Veranstaltungen auf ihre Kosten kommen.

Wer sich an den verschiedenen Ständen umhörte, bekam mit, wie Besucher und Aussteller miteinander Tipps und Hinweise zur Pflege und Ausschmückung des heimischen Gartens austauschten. „Das Fachsimpeln gehört einfach dazu und ist stets eine gute Möglichkeit, etwas Neues zu erfahren und Anregungen für die nächsten Vorhaben in den Gärten und Anlagen zu bekommen“, so ein Besucher, der mit seiner Familie aus Ochtrup angereist war.

Und warum werden bei der Staudenbörse so viele Blumen und Kräuter angeboten? Die Antwort gibt eine Dame hinter einem Blumenstand: „Ich kann einfach keine Pflanzen wegwerfen“, freut sich die Dame, wenn sie an diesem Sonntag noch vielen anderen Menschen mit Stauden und Pflanzen eine Freude machen kann.

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