Eper Straße: Planung für Radweg-Verlängerung Neue Fahrbahn gibt´s gratis dazu

Metelen -

Die Eper Straße soll ab dem Ausbauende des Radwegs am Prozessionsweg neu ausgebaut werden. Entstehen wird nicht nur

Von Dieter Huge sive Huwe
Die schmale Eper Straße soll auf sechs Meter Fahrbahnbreite plus Radweg ausgebaut werden. Dort, wo Bebauung angrenzt, verschwenkt die Straße.
Die schmale Eper Straße soll auf sechs Meter Fahrbahnbreite plus Radweg ausgebaut werden. Dort, wo Bebauung angrenzt, verschwenkt die Straße. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Es war fast so, als hätte Rik Fehr am Montagabend Metelens Gemeinderat einen Nachschlag angeboten nach dem Motto „Darf´s ein bisschen mehr sein?“. Denn nach den Ausführungen des Diplom-Ingenieurs, der in Diensten des Kreises Steinfurt steht, wurde klar: Bei der Radweg-Verlängerung an der Eper Straße gibt es einen neue, breitere Fahrbahn obendrauf – und das für die Kommune sogar gratis.

Schon seit Jahren laufen Bemühungen, den bestehenden Radweg, der am Prozessionsweg endet, fortzuführen. Nicht nur den Anliegern der Straße, darunter auch Bauernhof-Pensionen, sondern auch Radtouristen und Pättkesfahrern wäre eine solche Trasse willkommen.

Jetzt fand die Kreisstraße 59, wie die Eper Straße auch heißt, Eingang in den Erneuerungs-Katalog des Kreises – und der macht gleich Nägel mit Köpfen. Rik Fehr erläuterte am Montagabend die Schwierigkeiten, die sich ergäben, würde man neben der bestehenden Fahrbahn einen Radweg bauen. Bebauung und erhaltenswerte Bäume unmittelbar an der Straße ließen eine solche Planung nicht zu.

Der Kreis sucht daher die große Lösung. Die Fahrbahn, die mit ihren derzeit 4,70 Meter Breite längst nicht mehr dem Standard entspricht, soll auf sechs Meter Breite verbreitert werden. Daneben trennt der Straßengraben, der parallel geführt wird, den Autoverkehr von dem 2,50 Meter breiten Radweg. 10,25 Meter beträgt der zusammengefasste Querschnitt von Fahrbahn und Radweg. Der Neuausbau als eine Einheit erlaubt eine elegante Trassenführung, bedingt aber Grunderwerb.

Da die K 59 in der Straßenbaulast des Kreises Steinfurt liegt, übernimmt dieser die Kosten. Beteiligen muss sich die Kommune allerdings anteilig am Bau des Radwegs.

Der Fachmann des Kreises hatte ausgerechnet, dass auf die Gemeinde Metelen Kosten in Höhe von überschlägig 100 000 Euro für die Planung und den Radwegebau zukommen, wobei dieser Wert noch mit Vorsicht zu genießen ist, da sich das Verfahren in der Vorplanung befindet.

Ausgebaut werden soll zunächst das 1255 Meter lange Teilstück der Eper Straße zwischen dem Prozessionsweg und der Kreuzung mit dem Weßlingweg. Der Kreis hatte ermittelt, dass dieser Abschnitt von täglich 1800 Kraftfahrzeugen, darunter gut 60 Schwerlastfahrzeuge, genutzt wird.

16 Radler zählte die automatische Anlage des Kreises überdies auf der nicht ausgebauten Straße. Dass sich deren Anteil erhöhen wird, ist ein Ziel der Maßnahme neben der Verbesserung der Sicherheit der Radler und dem gefahrloseren Begegnungsverkehr schwerer Fahrzeuge. Im kommenden Jahr wird es Gespräche über den notwendigen Grunderwerb und die Förderanmeldung geben, Baubeginn soll dann Ende 2020 sein. Metelens Gemeinderat muss nach der Erstinformation dem Projekt noch zustimmen und der Eigenanteil im Etat dargestellt werden.

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