Abendliche Wanderung für Kinder Mit dem Kolping durch die Nacht

Metelen -

Viel Spaß hatten die jungen Teilnehmer einer abendlichen Wanderung, zu der die Kolpingfamilie Kinder ab fünf Jahren

Von Dorothee Zimmer
Gemütlich war es trotz der kühlen Jahreszeit bei der kleinen Pause, welche die Wandergruppe einlegte. Carolin Gielen (r.) las eine Geschichte vor.
Gemütlich war es trotz der kühlen Jahreszeit bei der kleinen Pause, welche die Wandergruppe einlegte. Carolin Gielen (r.) las eine Geschichte vor. Foto: Dorothee Zimmer

Die Dunkelheit hat sich bereits über den Wallweg gelegt, als sich ihm eine Gruppe aus Mädchen, Jungen und ein paar Frauen am frühen Samstagabend von der Oase aus kommend nähert. Nicht etwa zögerlich sondern ganz beherzt taucht sie in den kaum von Laternenlicht beschienenen Pfad neben dem Malteserheim ein. Hier ist es überdies so eng, dass es nur einzeln im Gänsemarsch vorangeht.

Hat jemand vielleicht etwas Angst? Die Frage überrascht. „Das ist doch nicht gruselig hier“, meinen die in Hörweite Gehenden. Weitaus mehr eint sie der Spaß daran, mit anderen etwas zu unternehmen. „Ich find’ es richtig schön, zusammen im Dunkeln spazieren zu gehen“, erklärt Madita Ingenleuf im Brustton der Überzeugung. Und sowieso: Wer schon einmal eine Fahrt in einer Geisterbahn erlebt hat, wie die Zehnjährige, dem kann eine Nachtwanderung nicht mehr viel anhaben. Obwohl auch bei dieser von der Kolpingfamilie und im Besonderen von Vorstandsmitglied Carolin Gielen organisierten Tour kleine Überraschungseffekte inklusive sind. Gielen, die die Richtung vorgibt, biegt in Höhe der Straße Heuershof vom Wall auf einen Parkplatz ab. Dort liegt – wie von Geisterhand ausgebreitet – eine Decke, darauf eine glühende Lichterkette und ein paar Süßigkeiten. Die Wandersleute hocken sich nieder, verputzen das Naschzeug und lauschen einer von Gielen vorgelesenen Gespenstergeschichte.

Am St.-Ida-Haus verlässt die Gruppe den Wall und wechselt auf das Vechtepättken. Die Sterne leuchten am Himmel. „Schaut mal, da oben ist der Große Wagen“, ruft eine Nachtwanderin. Alle Augen richten sich in die Höhe. „Und irgendwo in der Nähe müsste auch der Kleine Wagen zu sehen sein“, setzt die Sternenkundlerin nach. Tatsächlich: Nach geraumer Zeit und intensiver Ausschau wird die Miniaturausgabe ebenfalls entdeckt.

Über den Mühlenparkplatz geht es zurück zur Oase. Hier im Hof verteilt Carolin Gielen Wunderkerzen, die die Teilnehmer gemeinsam abbrennen lassen. „Schön, dass ihr diese Nachtwanderung mitgemacht habt“, sagt sie. „Schön, dass du sie durchgeführt hast“, gibt die Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Beate Wiechers, den Dank zurück. Bevor die Gruppe gegen sechs Uhr gestartet war, stärkte sie sich in der Oase mit Pizza und Getränken. Außerdem hatte Gielen blinkende Elche sowie Knickleuchten verteilt. Letztere eigneten sich in Kombination mit dem von Harry Potter entliehenen Spruch „Expelliarmus“ hervorragend als Zauberstäbe.

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