Halloween-Party Matellia-Zombies spuken erst zur Geisterstunde

Metelen -

Mit der Geisterstunde scherzen die Matellia-Mitglieder nicht: Pünktlich zum Ende des Halloween-Abends und damit um

Von Irmgard Tappe
Erst gegen Mitternacht füllte sich das Bürgerhaus mit verkleideten Matellia-Mitgliedern und deren gruselig gestimmten Gästen.
Erst gegen Mitternacht füllte sich das Bürgerhaus mit verkleideten Matellia-Mitgliedern und deren gruselig gestimmten Gästen. Foto: Johanna Buss

„Was ist denn das? Sieht ja richtig gespenstisch aus, so ein leerer Saal.“ Ich rieb mir verwundert die Augen, als ich am Mittwochabend zu später Stunde den Bürgersaal betrat. Hier sollte doch eine Halloween-Party starten – oder?

Nicht, dass jetzt der Verdacht entsteht, ich hätte mich in den Halloween-Trubel stürzen wollen. Nein, ich war rein dienstlich vor Ort. Um Fotos von Gespenstern, Hexen, Vampiren, hohlen Kürbisköpfen und anderen skurrilen Gestalten zu schießen. Doch stattdessen sah ich nur Lichtkegel, die ihre blau-rot-grünen Kreise durch den leeren Raum zogen.

Hatte hier etwa eine Zauberfee die Hände im Spiel? Möglicherweise eine Hexe, die alles Menschliche weg gehext hatte, und „hexhex“ die Partygäste als unsichtbare Geister durch den Bürgersaal schweben ließ? Ich schaute mich suchend um und entdeckte einen düster dreinblickenden Totenkopf, der an der Decke baumelte. Immerhin ein erstes Motiv für ein Foto.

Mein Blick ging weiter in Richtung Theke. Dort hatten sich einige männliche Gestalten versammelt. Vorstandsmitglieder des FC Matellia Metelen – der Sportverein hatte nämlich die Halloweenparty ausgerichtet.

Und siehe da, die Herren wussten, was es mit dem leeren Bürgersaal auf sich hatte. „Das ist ganz normal. Es ist doch erst kurz nach 22 Uhr“, meinten sie gelassen. Jedenfalls waren sie überzeugt, dass sich der Saal gegen Mitternacht füllen würde. Um die Zeit beginne für junge Leute die Partytime, wussten sie aus Erfahrung.

Ich machte mich auf den Heimweg und dachte an meine eigene Jugend. Eine Zeit, als man früh am Abend eine Fete aufsuchte und in der Regel nur bis Mitternacht Ausgang hatte. Und als Halloween noch nicht aus Amerika über den Ozean geschwappt war. Irgendwie fühlte ich mich wie ein Relikt aus der Vergangenheit. Draußen auf dem Sendplatz traf ich schließlich doch noch ein paar junge Leute im Halloween-Outfit. Die wollten auch zur Party in den Bürgersaal. „Aber erst später. Jetzt ist es noch zu früh“, meinten sie lachend.

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