Joel Naber ist begeisterter Imker Ein honigsüßes Hobby

mETELEN -

Als Neunjähriger züchtete er bereits Hühner, später kamen Gänse und Enten dazu, mit 14 bekam er seinen ersten Bienenstock. Joel Naber war schon immer naturverbunden, ist nun begeisterter Hobbyimker - und beschäftigt sich auch beruflich mit dem Thema.

Von Irmgard Tappe
Joel Nabers Hobby ist die Imkerei. Seit Kurzem darf er dieses Hobby auch beruflich ausleben. Im HTG-Markt betreut der 22-Jährige eine Abteilung für Imkereibedarf.
Joel Nabers Hobby ist die Imkerei. Seit Kurzem darf er dieses Hobby auch beruflich ausleben. Im HTG-Markt betreut der 22-Jährige eine Abteilung für Imkereibedarf. Foto: Irmgard Tappe

Imkerei? Das ist doch eher etwas für Männer im gesetzten Alter, oder? Joel Naber lacht. „Das denken viele. Aber die Imkerei eignet sich für jedes Alter. Auch junge Leute interessieren sich zunehmend dafür. Das Hobby boomt zurzeit in Deutschland“, sagt der 22-Jährige, der seit seiner Kindheit ein naturverbundener Mensch ist. Als Neunjähriger züchtete er bereits Hühner, später kamen Gänse und Enten dazu. Und mit 14 bekam er seinen ersten Bienenstock.

„Ich wollte mein Geflügel auf natürliche Weise gesund halten. Ohne Chemie, das war mir wichtig. Da habe ich im Internet recherchiert und bin auf eine Seite zum Thema ‚Gesundheit aus dem Bienenstock’ gestoßen. Ich habe mich intensiv mit diesen Informationen auseinandergesetzt und erfahren, dass Honig, Propolis und Blütenpollen auch für Tiere wirksame Naturheilmittel sein sollen“, beschreibt er seinen Weg zu seinem „süßen Hobby“.

Joel Naber war klar, dass es nicht ausreicht, kurzerhand einen Bienenstock im Garten aufzustellen und den Dingen ihren Lauf zu lassen. „Die Imkerei erfordert eine Menge Hintergrundwissen“, weiß er. Deshalb habe er sich an einen erfahrenen Imker gewandt, der ihm das Know-how rund um die Freizeitimkerei beibrachte. Naber lernte, dass ein Imker seine Bienenvölker nicht vernachlässigen darf und dass Hygiene oberstes Gebot im Bienenstock ist. Aber auch, woran Krankheiten der Bienen zu erkennen sind, wie neue Völker gewonnen werden, wie Honig geschleudert wird und vieles mehr.

Wie viel Honig ein Bienenvolk vom Frühjahr bis Herbst sammele, lasse sich pauschal nicht sagen. „Das hängt vom Standort, vom Wetter und von der Stärke eines Volkes ab“, berichtet Naber. Unter günstigen Bedingungen würde ein Bienenvolk im ländlichen Raum zwischen 15 und 20 Kilogramm Honig pro Saison sammeln. „Davon erntet der Imker aber nur einen Teil, der Rest bleibt den Bienen als Wintervorrat. In der kalten Jahreszeit schwirren die Bienen ja nicht aus. Dann bilden sie im Wabensystem eine Traube um ihre Königin, ernähren sich von den Honigvorräten und bekommen zusätzlich Zuckerwasser“, erläutert der Freizeitimker den Kreislauf eines Bienen-Jahres. Ein Imker, sagt er, beschäftige sich intensiv mit der Natur und allem, was in ihr wächst.

Joel Naber ist froh, dass er sein Hobby jetzt auch in seinen Beruf als Groß- und Außenhandelskaufmann einflechten kann. „In einem Laden, wo sich das Sortiment um Haus, Garten und Tier dreht, bietet sich auch ein Bereich für die Imkerei an“, bemerkt der Mitarbeiter des HTG-Marktes und wendet sich einem Kunden zu. Ein junger Mann möchte sich über die Grundausstattung für eine Bienenzucht informieren. Imkerei ist schließlich nicht nur etwas für Männer im gesetzten Alter.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5624916?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F