Kreuzschule Heek in Sorge um Zukunft der Kreuzschule

Metelen/Heek -

In Sorge um den mittelfristigen Bestand ihrer Sekundarschule ist die Nachbargemeinde Heek. Die Kreuzschule, die auch von vielen Kindern aus Metelen besucht wird, erfährt – wie auch andere weiterführende Schulen in der Region – eine starke Konkurrenz aus Ahaus. 

Von Dieter Huge sive Huwe
Franz-Josef Weilinghoff ist Heeks Bürgermeister.
Franz-Josef Weilinghoff ist Heeks Bürgermeister. Foto: Gemeinde Heek

Gerade mal ein paar Jahre sind vergangen, als die Gemeinde Metelen um den Erhalt ihrer Hauptschule kämpfte – letztlich erfolglos. Doch mit der Kreuzschule in Heek fand sich eine Sekundarschule im Nachbarort, die sich bei etlichen Eltern und auch Schülern als Alternative etabliert hat und im Ort über einen guten Ruf verfügt. Doch Heeks Politiker sind in Sorge um ihre Schule.

Grund ist nicht die Kreuzschule selber, sondern Konkurrenz, die ihr von außerhalb droht und die mittelfristig sogar den Bestand der Einrichtung gefährden könnte. Die Realschule in Ahaus (AFR) schickt sich nämlich an, den schrumpfenden Pool an neuen Schülern immer mehr abzuschöpfen. Die erneute Sechszügigkeit der Eingangsklassen der Ahauser Schule ist jetzt von der Bezirksregierung genehmigt worden.

Für die Bürgermeister der Region ist das ein Anlass zur Sorge – auch für Heeks Ersten Bürger Franz-Josef Weilinghoff. Die Verwaltungsvorstände hatten sich dem Antrag der Ahauser zunächst verweigert. Mitte März hatten die Bürgermeiste der Gemeinden Heek, Legden und Schöppingen die Zustimmung abgelehnt mit dem Hinweis darauf, dass die vermehrte Anmeldung von auswärtigen Schülern an der AFR angesichts der demografischen Entwicklung mittelfristig zu einer „Bestandsgefährdung“ der eigenen Schulen führe.

Es folgten Gespräche der Bürgermeister mit der Bezirksregierung und letztlich doch eine Konsenserklärung, weil jetzt eine überörtliche Entwicklungsplanung angestrebt werden soll. Die Sorge in den kleineren Kommunen bleibt aber bestehen. Heeks Bürgermeister Weilinghoff erklärte, dass sich jede Veränderung in der Nachbarschaft auch immer auf den eigenen Schulstandort auswirke.

Heek selber habe ein gut funktionierendes Schulsystem. Weilinghoff betonte aber auch, „dass das ohne die Kooperation mit Metelen nicht funktioniert.“ Der Bürgermeister begrüßt es, dass die Kommunen im Osten des Kreises Borken nun gemeinsam an einer für alle befriedigenden Lösung suchen wollen.

Zum Thema

Den fünften Jahrgang der Kreuzschule besuchen im Schuljahr 2017/18 86 Schüler, darunter 54 aus Heek und 26 aus Metelen.

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