Konzert dreier Orchester Feilen am Zusammenspiel

Ochtrup/Metelen -

Das Blasorchester Metelen, die Stadtkapelle Ochtrup und die Blaskapelle Schapen proben derzeit eifrig für ein gemeinsames Konzert. Rund 100 Musiker gilt es da klanglich unter eine Haube zu bringen. Kein ganz leichtes Unterfangen.

Von Irmgard Tappe
Volle Konzentration herrscht bei einer von drei gemeinsamen Proben der Orchester.
Volle Konzentration herrscht bei einer von drei gemeinsamen Proben der Orchester. Foto: ta

„Weiter geht’s, die Pause ist beendet“, ertönt die Stimme von Dirk Brünenborg durch den Bürgersaal. Der Dirigent des Blasorchesters Metelen, der außerdem den Taktstock bei der Stadtkapelle Ochtrup und der Blaskapelle Schapen schwingt, bereitet zurzeit ein gemeinsames Konzert aller drei Orchester vor. Rund 100 Musiker gilt es da klanglich unter eine Haube zu bringen. „Je größer die Gruppe ist, desto schwieriger wird das haargenaue Zusammenspiel. Die Musiker müssen lernen, flexibel zu sein und alle Register aufeinander abstimmen“, beschreibt Brünenborg die Herausforderung dieses Konzertprojektes mit Musikstücken aus Film, Funk und Fernsehen.

Zwar probt der musikalische Leiter die Stücke an den wöchentlichen Übungsabenden separat mit der jeweiligen Kapelle. Doch gemeinsam wird nur drei Mal trainiert. An diesem Sonntag haben sich die Musiker zur Probe Nummer zwei in Metelens Bürgersaal zusammengefunden.

Voller Körpereinsatz

Gerade kündigt Brünenborg Musik aus den neuen „Star-Wars“-Filmen an. Seiner Meinung nach die schwierigsten Darbietungen im Programm. „Nicht so heftig einsetzen“, korrigiert er auch gleich zu Anfang den Einsatz der Querflöten und Klarinetten. „Dat-da-dau-paah“ versucht er mit der Kraft seiner Stimme den Rhythmus vorzugeben. Er dirigiert mit vollem Körpereinsatz und schwingt kräftig den Taktstock dazu. Trompeten, Saxofone, Tuba, Fagott und all die anderen Blasinstrumente setzen nach und nach ein und sorgen für ein imposantes Fortissimo im Saal. Und was sagt der Dirigent dazu? „Es ist mir noch nicht imposant genug. Und es muss fließender ineinanderlaufen.“ An dem harmonischen Zusammenspiel wird so lange gefeilt, bis ein sauberes Klanggewebe entsteht.

Nach einem derart anspruchsvollen Probeneinsatz wischt sich der Dirigent eine Schweißperle von der Stirn. Sowohl er als auch seine Mannschaft haben nun eine Atempause mit dazugehöriger Stärkung verdient.

Strapazierte Puste

„Seit der ersten gemeinsamen Probe haben wir uns allerdings schon gesteigert“, findet Fabian Fehlker, der beim Blasorchester Metelen eine Posaune spielt. „Es ist aber auch nicht so einfach, wenn drei verschiedene Kapellen gemeinsam als großes Orchester auftreten“, haben Nils Tegethoff und Maximilian Wessels festgestellt. „Mit einem so riesigen Saxofonregister ist das eine echte Herausforderung“, berichtet Alt-Saxofonist Tegethoff von seinen Eindrücken, die auch die Puste ganz schön strapazieren. „Blasen muss ich zwar nicht. Aber ich bediene das Schlagwerk im Hintergrund. Da gilt es mitunter von einer Seite zur anderen zu wechseln. Da ist körperliche Fitness gefragt“, meint Maximilian Wessels schmunzelnd.

Jetzt aber wird sich erst einmal am Buffet bedient mit belegten Brötchen und Kaffee. Bis Dirk Brünenborg die Musiker an die Instrumente zurückruft: „Die Pause ist beendet.“ Nun stehen die Titelmusik der Schwarzwaldklinik und ein Harry-Potter-Medley auf dem Plan. Das Medley ist nach Aussagen des Dirigenten eines der einfacheren Stücke. Aber den Schwarzwaldklinikpart, so Brünenborg, dürfe man nicht unterschätzen. Der Konzertpremiere in der Stadthalle Ochtrup am 22. April (Samstag) sieht er aber gelassen entgegen . . .

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