Glasfaser im Außenbereich Geld ist da für Glasfaser bis zum letzten Hof

Metelen -

Mit 2,7 Millionen Euro profitiert die Gemeinde von einem Förderprogramm der Bundesregierung zum Ausbau des Breitband-Netzes im ländlichen Raum. Bund und Land geben 90 Prozent Förderung, damit die Glasfaser-Verlegung im

Von Dieter Huge sive Huwe
Der Stoff aus dem das schnelle Internet ist: Glasfaserleitungen stehen für hohe Übertragungsgeschwindigkeiten. Diese sollen absehbar auch im Außenbereich verlegt werden.
Der Stoff aus dem das schnelle Internet ist: Glasfaserleitungen stehen für hohe Übertragungsgeschwindigkeiten. Diese sollen absehbar auch im Außenbereich verlegt werden. Foto: dpa

Die Jahre des Kommunikationsgefälles zwischen der Ortslage und den Bauerschaften werden absehbar der Vergangenheit angehören. Während im Ort schon länger schnelle Glasfaserleitungen die Kommunikation via Internet in Hochgeschwindigkeit erlauben, haperte es bisher im Außenbereich.

Grund: Für die Anbieter von Kommunikationsdienstleistungen war die Verlegung von Leitungen bis zu den Höfen nicht lukrativ genug. Bis zu 10 000 Euro hätte ein derartiger Anschluss gekostet. Diese Wirtschaftlichkeitslücke schließt nun ein Programm der Bundesregierung, für das sich auch die Gemeinde Metelen beworben hatte. Und auch das Land gibt Geld.

Gemeinsam mit fünf weiteren Kommunen aus dem Kreis Steinfurt hatte die Vechtegemeinde den Antrag gestellt und dabei mit starker Konkurrenz zu kämpfen. Der Zuschuss-Topf des Bundes ist nämlich gedeckelt und es galt nicht das Windhund-Prinzip („Wer zuerst kommt, wird auch zuerst gefördert“). Die Lage, die vorhandene Infrastruktur oder die Unterversorgungsquote waren Kriterien im sogenannten Scoring-Verfahren. Konkurrenz gab es etwa reichlich aus unterversorgten Gebieten im Osten des Landes.

Dennoch setzte sich die Gruppe aus dem Kreis durch. Insgesamt drei Millionen Euro sind für den Breitbandausbau vorgesehen, nur zehn Prozent davon trägt mit 300 000 Euro die Kommune. 1,5 Millionen Euro fließen aus dem Programm der Bundesregierung, der Rest aus Mitteln des Landes.

In der Metelener Verwaltung zeigt man sich froh über die Entscheidung aus Berlin. Michael Bründer, der das Verfahren dort begleitet, erklärte, dass die offizielle Übergabe der Förderbescheide am 21. März erfolgen werde. Dann reist als Vertreter der Kommune auch Bürgermeister Gregor Krabbe in die Bundeshauptstadt.

Bis die ersten Bagger anrollen werden, müssen sich die etwa 270 Haushalte, die von dem Programm profitieren können, noch gedulden. Bründer rechnet mit 2018 als Umsetzungszeitpunkt.

Auch Ingmar Ebhardt von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Steinfdurt (WESt), die den Antrag begleitete, geht nicht davon aus, dass der Netzausbau noch in diesem Jahr komplett abgeschlossen werden kann: „Wir müssen europaweit ausschreiben, dann einen Kooperationsvertrag aushandeln. Außerdem müssen Bund und Bundesnetzagentur ihr Ok geben. Das alles braucht noch etwas Zeit.“

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