Gericht Zeltfest-Schlägerei beschäftigt Gericht

Metelen -

Eine Schlägerei während des diesjährigen Zeltfestes hat vor dem Amtsgericht Steinfurt ein Nachspiel. Am Donnerstag musste sich ein 27-Jähriger erstmals dafür verantworten. Der Prozess wird fortgesetzt

Vor dem Amtsgericht Steinfurt wird die Schlägerei während des Zeltfestes verhandelt.
Vor dem Amtsgericht Steinfurt wird die Schlägerei während des Zeltfestes verhandelt. Foto: Mike Oelerich

„Irgendwie ist das dumm gelaufen.“ Diese frühe Einschätzung des 27-jährigen Angeklagten, der sich am Donnerstag wegen einer Schlägerei beim Zeltfest im Juni dieses Jahres verantworten musste, könnte sich spätestens bei einem Fortsetzungstermin der gestrigen Verhandlung vor dem Steinfurter Amtsgericht bewahrheiten.

Dem Grevener wurde in der Anklageschrift schwere Körperverletzung vorgehalten. Ein von ihm geschädigter 30-jähriger Mann aus Schöppingen trat mit anwaltlicher Hilfe als Nebenkläger auf, weil er unter anderem eine im Krankenhaus in Ahaus behandelte Hüftprellung davongetragen hatte. „Ich weiß nicht mehr, weil ich schon einigen Alkohol getrunken hatte, warum ich mich in einen schwelenden Streit eingemischt und den Schöppinger von hinten zu Boden gerissen habe. Eigentlich wollte ich das Zeltfest mit Bekannten wieder verlassen“, stellte der Angeklagte den vermeintlichen Ablauf des Vorfalls dar. Sie hätten dann beide am Boden gelegen und versucht, sich wieder aufzurappeln. Dabei sei er von dem Ellbogen des 30-Jährigen an der Lippe verletzt worden und dann seien schnell Security und anschließend die Polizei da gewesen. Der Angeklagte beteuerte, den als Zeugen gehörten 30-jährigen stattlichen Mann weder geschlagen noch getreten habe.

Deutlich anders die Version des Schöppingeners: Er sei aus unersichtlichen Gründen von dem Angeklagten auf den Kopf geschlagen worden, von der Wucht umgefallen. Er habe dann nur noch Arme und Beine um sich wahrgenommen und sich zu schützen versucht. Auch zwei unbeteiligte Zeugen wiesen dem Angeklagten eine wesentlich aktivere, wenn nicht gar aggressivere Rolle zu. Ein weiterer Zeuge wird nun am 3. November gehört.

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