Feierliche Worte und Familienfest Glücksfee meint es gut mit dem BOM

Metelen -

Das Blasorchester traf mit dem Jubiläumsprogramm jeden Geschmack. Nach der Oktoberfest-Gaudi im Auftakt war der Abschlusstag ganz den Festrednern und den Familien vorbehalten. Auf diese warteten Spiele, eine humorvolle Kapelle aus den Niederlanden und eine große Tombola

Von Dorothee Zimmer
Heiße Aufgabe:  Beim Familiennachmittag des BOM galt es auch, mit dem Feuerlöscher ganz genau zu zielen
Heiße Aufgabe:  Beim Familiennachmittag des BOM galt es auch, mit dem Feuerlöscher ganz genau zu zielen Foto: Dorothee Zimmer

Die Verlosung der mit attraktiven Preisen ausgestatteten Tombola geriet am Sonntag beim Familientag zu einem Programmpunkt mit großem Interesse und spannenden Momenten. Während Markus Kottig auf der Bühne den jeweils zu gewinnenden Preis zeigte, zog „ Glücksfee “ Pastor Thomas Stapper jeweils ein Los aus der von Hinik Jänsch in Drehung gehaltenen Lostrommel. Dirk Brünenborg schließlich gab übers Mikrofon die Losnummer bekannt, der der Gewinn zufiel.

Einige Hauptpreise gingen an Mitglieder des Blasorchesters , so zum Beispiel ein Fahrrad, das Doris Kottig erhielt, und ein Fernseher, den Birgit Oskamp mit nach Hause nahm. „Gut, dass der Pastor die Nummern gezogen hat“, zeigte sich Brünenborg augenzwinkernd über dessen Neutralität erleichtert. Denn auch die Familie des Dirigenten hatte mit dem Gewinn einer Kaffeemaschine Glück gehabt.

Geselligkeit war Trumpf an diesem letzten Tag der Feier zum 50-jährigen BOM-Bestehen. Eine Kegelbahn, ein Glücksrad, ein Kickerspiel und die Demonstration von Bränden und ihrer Löschung, fachmännisch erklärt und überwacht von Feuerwehrkamerad Michael Bremer, boten Kurzweil.

Drinnen im Zelt spielten unter anderem die Hengeloer „Weendbloazers“. Mit ihrer Musik zum Mitsingen und durch das Einbinden des Publikums, etwa durch ein spontanes Tänzchen, brachten sie viel Stimmung ins Jubelfest der Musiker.

Am Morgen bestimmten die Festmesse und der anschließende Festakt das Jubiläumsprogramm. Das „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel war am Sonntag im Festzelt gerade verklungen, es folgte ein fast andächtiger Moment – dann setzte stürmischer Beifall ein. Mit stehenden Ovationen dankten und würdigten zahlreiche Besucher die Leistungen des Blasorchesters, das mit dem Halleluja einen wahrhaft mitreißenden Schlusspunkt unter die von ihm und den Kirchenchören musikalisch gestaltete Festmesse zog.

Pastor Thomas Stapper bediente sich für den Ausdruck dieses unter die Haut gehenden Gefühls eines Zitates: „Wo gute Musik erklingt, neigt sich der Himmel zur Erde.“ Und Pfarrerin Imke Philips sagte: „Musik hat die Kraft, Menschen zu verwandeln.“ Dass gute Musik auf eine unnachahmliche Weise berühren, trösten und verändern kann, dass sie Kräfte verleiht und Gemeinschaft fördert, war der Tenor, der sich wie ein roter Faden durch die Grußworte der vielen Redner zog, die dem Blasorchester zum 50-jährigen Bestehen gratulierten. Daneben gab es ein Vielzahl von Danksagern wie etwa die Schützenvereine, die Kirchenchöre, die Feuerwehr und die KAB.

Mit einem Scheck vom Förderverein über 8000 Euro, den der Vorsitzende Bernd Weyring überreichte, lassen sich materielle Wünsche erfüllen. Ideeller Natur waren seine drei anderen Wünsche: „Mögt ihr immer den Ehrgeiz besitzen, noch besser zu werden, habt immer so viel Lebensfreude, wie man sie nach einem erfolgreichen Konzert in euren Augen sieht, und lebt weiterhin die Gemeinschaft, um Hand in Hand eure Ziele zu erreichen.“

Der Bürgermeister bescheinigte dem BOM, ein „Aushängeschild der Gemeinde“ zu sein. „Ihr gebt stets eine hervorragende Visitenkarte von Metelen ab“, sagte Gregor Krabbe. In seiner Rede betonte er anhand mehrerer Beispiele auch den gesellschaftlichen und sozialen Beitrag, den das Orchester über die eigenen Reihen hinaus für den Ort insgesamt leiste.

Der wegen des Jubiläums mit einer kleinen Delegation aus der Partnerstadt Château-Renard angereiste Bürgermeister Marc Bénédic dankte für die „wunderschöne Messe“. Im Rahmen der zwischenmenschlichen Beziehungen sei es wichtig, Werte zu bewahren und weiterzugeben. Er lud zum Besuch nächstes Jahr im Juni ein und erklärte mit sichtbarem Vergnügen: „Es lebe unsere Freundschaft.“

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