Leiter des Laerer Madrigalchores führt in das Oratorium „Messias“ ein
Vorfreude auf Konzert ist geweckt

Horstmar/Laer -

Lust auf das nächste Konzert des Laerer Madrigalchores am Pfingstmontag (10. Juni) hat ein besonderer Abend der Christlichen Bildungswerke Horstmar mit Chorleiter Ralf Junghöfer und einigen Sängern gemacht. Dabei gab der Dirigent eine Einführung in das Oratorium „Messias“ mit Gesangbeispielen. Dieses führt die Sängergemeinschaft anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens auf.

Donnerstag, 09.05.2019, 16:12 Uhr aktualisiert: 10.05.2019, 12:54 Uhr
Der Leiter des Laerer Madrigalchores, Ralf Junghöfer (l.), gab im Borchorster Hof, eine informative Einführung in das Oratorium „Messias“.

Einen musikalischen Leckerbissen mit hochinteressanten Informationen zu Georg Friedrich Händel, seinem Leben und Werk sowie speziell zum Oratorium „Messias“ bot Ralf Junghöfer zusammen mit Sängern des Laerer Madrigalchores im Pfarrzentrum Borchoster Hof. Zu diesem besonderen Abend hatten das Katholische Bildungswerk und das Evangelische Sozialseminar Horstmar eingeladen.

Spannend und auch unterhaltsam stellte der Referent zunächst den genialen Musiker Georg Friedrich Händel vor, der 1685 in Halle/Saale geboren wurde und dessen musikalische Begabung früh auffiel und gefördert wurde, so dass er schon mit 16 Jahren weit über die Grenzen des Herzogtums Magdeburg bekannt war. Daher spielte das Talent schon mit 18 Jahren in Hamburg im Orchester der Oper am Gänsemarkt, dem ersten städtisch-bürgerlichen Opernhaus im deutschen Sprachraum.

Ab dem 21. Lebensjahr folgten vier sehr erfolgreiche Jahre in Italien, wo der junge Mann mit Aufführungen italienischer Opern die illustre Gesellschaft begeisterte. Danach wurde Händel Hofkapellmeister in Hannover. Von dort aus eroberte er bald auch London. Zunächst komponierte der Musiker auch dort italienische Opern, wurde dann aber mit der neuen „Gattung“ Oratorium, vor allem wegen der Chorsätze in englischer Sprache, noch mehr gefeiert.

Dabei zeichnete sich der begabte Künstler durch eine sehr große Schaffenskraft aus: Insgesamt schrieb Händel 42 Opern und 25 Oratorien, Stücke von zwei bis drei Stunden Dauer, was heute unvorstellbar wäre. Dabei sei zu bedenken, dass Händel den „Messias“ in nur knapp drei Wochen komponiert habe, erklärte Junghöfer.

Im zweiten Teil des Abends legte der Chorleiter dar, warum das Libretto (Text des Oratoriums) für den „Messias“ von Charles Jennens fast ausschließlich aus Zitaten aus dem Alten und Neuen Testament besteht. Die Uraufführung sei am 13. April 1742 in Dublin unter Händels Leitung enthusiastisch gefeiert worden. Wobei insbesondere das „Halleluja“ am Ende des zweiten Teils König George II. so ergriff, dass er aufsprang und alle anderen es ihm nachtaten.

„Mit seiner Komposition folgte Händel im Wesentlichen den strengen Regeln für Musik des Barockzeitalters, die vor allem der Ausdeutung des Textes durch die Musik dient“, erklärte der Redner. Das verdeutliche Junghöfer mit Gesangsbeispielen des Chores eindrucksvoll. So konnten die Zuhörer die besondere kompositorische Kunst Händels nachzuvollziehen.

Mit dem ersten Chorsatz des Oratoriums „Denn die Herrlichkeit Gottes, des Herrn“ ließen die Sänger die Freude als Grundstimmung eindrucksvoll erklingen. Noch spannender wurde es, als der Chor das „Halleluja“ in thematischen Abschnitten präsentierte und dadurch die musikalische Bebilderung des Textes deutlich wurde.

Begeisterter Applaus des Publikums erklang nach der dann folgenden Darbietung des vollständigen Chorsatzes. Sie machte Lust auf die Aufführung des Oratoriums am Pfingstmontag (10. Juni) in Laer, nach dieser gelungenen Einführung mit neuem Verständnis. Mit dieser Aufführung feiert der Madrigalchor sein 40-jähriges Bestehen.

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