Erfolgreiches Azubi-Projekt Stärkung der Sozialkompetenz

Laer/Ochtrup -

Es war ein spannendes Kontrastprogramm zum Alltag am Arbeitsplatz. Neun Auszubildende der Volksbank Ochtrup-Laer nahmen am Azubi-Projekt 2018 teil. Es ging darum, die Sozialkompetenz der jungen Menschen zu schärfen. Sie sammelten Eindrücke im Umgang mit Senioren der Tagespflege „To Huus“ am Rolevinckhof 1 und den Mädchen und Jungen des Henrich-Valck-Kindergartens.

Von Rainer Nix
Mit den Senioren der Tagespflege sangen die Kindergartenkinder Martinslieder, die sie zuvor mit den Azubis der Volksbank eingeübt hatten.
Mit den Senioren der Tagespflege sangen die Kindergartenkinder Martinslieder, die sie zuvor mit den Azubis eingeübt hatten. Foto: Nix

„Es war eine ganz andere Erfahrung“, sagt Johanna Wiegers, „in der Bank haben wir viel mit Menschen zu tun und da ist es interessant auch mal eine andere Perspektive zu erleben.“ Die junge Frau sieht das Projekt als Bereicherung ihrer Ausbildungszeit.

„Es geht darum, das Verständnis der Azubis auch für andere Altersgruppen und andere Berufe auszubauen“, sagt Ausbildungsleiterin Jana Pogoda. Die jungen Frauen und Männer backten mit den Kindern Martinsgänse aus Teig, bastelten Windlichter sowie Laternen und studierten Martinslieder ein. Letztere sangen die Kindergartenkinder am Abschlusstag gemeinsam mit den Senioren. Die gebastelten Dinge und das Gebäck überreichten alle gemeinsam an die älteren Mitbürger, die sich ganz besonders darüber freuten.

„Ich nehme vor allem mit nach Hause, dass man keine Scheu haben soll, aufeinander zuzugehen“, sagt Linda Redmer. „Wenn man am Bankschalter steht und ältere Herrschaften bedient, spürt man manchmal eine gewisse Distanz“, fügt sie hinzu.

Besonders in der Tagespflege bekamen die Azubis einen Einblick davon, wie gut die Verständigung funktioniert, wenn die Hemmschwellen erst einmal abgebaut sind. „Heute, wo wir mit den Kindern hier sind, ist es schön, zu erleben, wie Alt und Jung miteinander umgehen“, betont Redmer. Kinder seien in den meisten Fällen unvoreingenommen und sagten, was sie denken. Damit wird das Eis schnell gebrochen. Für Linda war es darüber hinaus aufschlussreich, sich mit älteren Menschen näher zu unterhalten und an deren Lebenserfahrungen Teil zu haben.

So kehren die Auszubildenden mit einem guten Gefühl an ihren Arbeitsplatz zurück. Kommunikation ist eben niemals eine Einbahnstraße. Miteinander zu sprechen erfordert nur ein wenig Mut und die Bereitschaft, die Welt auch einmal mit den Augen des Gegenübers zu betrachten.

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