Internationales Kochprojekt „Essen ist Heimat auf dem Teller“

Laer -

„Über den Tellerrand“ hieß das Thema eines internationalen Kochprojektes in der Gemeinde Laer. Neunmal trafen sich die insgesamt 57 Teilnehmer in der Küche der evangelischen Kirchengemeinde, um kulinarische Vielfalt zu leben, zu schmecken, zu riechen, zu fühlen, zu hören und zu sehen. Das Flair war international, Migranten aus Syrien, Iran, Irak, Sri Lanka, Polen, Bolivien, Kirgisistan, Pakistan den Niederlanden und natürlich auch alteingesessene Laerer machten mit. Das zehnte und letzte Treffen fand privat bei Projekt-Koordinatorin Franzika Lengers statt.

Von Rainer Nix
Mit neuen Küchenschürzen bekleidet freuten sich alle auf das Abschluss-Essen.
Mit neuen Küchenschürzen bekleidet freuten sich alle auf das Abschluss-Essen. Foto: Nix

„Essen ist Heimat auf dem Teller“, zitierte Franziska Lengers den Fernsehkoch Tim Mälzer am Abschlussabend in ihrer Küche. Dort gab es für die Teilnehmer des Kochprojektes „Über den Tellerrand“ ein leckeres Essen mit Rouladen, Kartoffeln und Rotkohl.

Neunmal trafen sich die insgesamt 57 Teilnehmer in der Küche der evangelischen Kirchengemeinde, um kulinarische Vielfalt zu leben, zu schmecken, zu riechen, zu fühlen, zu hören und zu sehen. Das Flair war international, Migranten aus Syrien, Iran, Irak, Sri Lanka, Polen, Bolivien, Kirgisistan, Pakistan den Niederlanden und natürlich auch alteingesessene Laerer machten mit. Das zehnte und letzte Treffen fand privat bei Projekt-Koordinatorin Franzika Lengers statt.

„Es war ein tolles Miteinander“, bilanziert sie zum Finale. Ihre Mitstreiter und sie hoffen, dass es eine weitere Runde der Kooperationsveranstaltung zwischen der Gemeinde Laer, der evangelischen Kirchengemeinde, des Dorfmarketingvereins und der internationalen Akteure geben wird.

„Wir hoffen auf weitere Förderung durch das Kommunale Integrationszentrum im Kreis Steinfurt (KIZ)“, erklärt Franzika Lengers.

Beim letzten Treffen war auch Dorfmarketing-Geschäftsführer Gerrit Tiemann mit dabei. Er erschien in besonderer Mission, denn im Gepäck hatte er für jeden eine originelle Küchenschürze zur Erinnerung.

Das Projekt „Über den Tellerrand“ half, Missverständnisse zwischen den Kulturen zu überwinden. Essen und Trinken sind verbindende Elemente und das gemeinsame Kochen bot zahlreiche Möglichkeiten, sich näher zu kommen. „Missverständnisse überwindet man nur durch viele Treffen, gemeinsames Tun, arbeiten, reden, lachen, kochen und essen“, zeigt sich Lengers überzeugt.

Die Zubereitung internationaler Speisen brachte jede Menge Gesprächsstoff. „Warum macht man den Salat erst kurz vor dem Essen fertig?“ „Warum werden Zwiebelringe gewaschen?“ „Welchen Reis nehmen wir und welche Gewürze sind notwendig?“ Die Fragen gingen nicht so schnell aus, und für nahezu jedes Problem wurde auch eine Lösung gefunden.

Besonders interessant war der Austausch traditioneller Rezepte, die ausländische Mitbürger einbrachten.

Die Unkenrufe zu Beginn des Projektes, es komme ja doch niemand, die Verständigung sei zu schwierig und Ähnliches bewahrheiteten sich zum Glück nicht.

„Allen Befürchtungen zum Trotz, es lief wunderbar“, betont die Projekt-Koordinatorin. Zweifellos ging es aber nicht allein nur ums Essen. Es entwickelten sich auch aufschlussreiche Gespräche über Hoffnungen und Wünsche der Migranten und Gründe, warum es besonders schön ist, in Laer zu leben. Fazit unzähliger Gespräche: „Wir sind gar nicht so verschieden.“

Das Projekt mündet in ein Kochbuch, das am zweiten Adventssonntag in der Matthäuskirche vorgestellt werden soll.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6172434?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686834%2F