Laer Diskussion muss sachlich bleiben

Laer -

Das Thema JVA sorgt weiterhin für Gesprächsstoff in der Gemeinde Laer.

Von Sabine Niestert

„Kein Kommentar, die Sache ist nichtöffentlich“, heißt es nach der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss aus dem Laerer Rathaus. In dessen nichtöffentlichem Teil ist es abermals um die aktuelle Entwicklung in Sachen JVA gegangen. Mit dieser wird sich der Gemeinderat während seiner nächsten Sitzung am 10. Mai (Mittwoch) erneut befassen, allerdings wie nach bisher vorgebener Linie nichtöffentlich.

Danach will Bürgermeister Peter Maier die Öffentlichkeit durch eine Pressekonferenz informieren. Das kündigt er im Gespräch mit dieser Zeitung an. „Wenn die Ratsmehrheit nein sagt, ist das Ding vom Tisch“, betont der Verwaltungschef. Vorher müssten alle Fakten auf den Tisch, räumt der Bürgermeister ein, in dieser Frage selbst noch offen zu sein.

Sollte ein konkretes Angebot seitens des Justizministeriums vorliegen, wolle er ein Beratungsbüro einschalten und mehrere Bürgerversammlungen abhalten.

„Ich kann die Sorgen der Bürger verstehen“, zeigt Maier Verständnis für die Gegner eine JVA-Ansiedlung. Allerdings müsse die Diskussion sachlich und fair bleiben und dürfe nicht in Demagogie ausarten.

„Ich finde es auch blöd, dass die Angelegenheit immer auf meine Person fixiert wird“, betont der Bürgermeister, dass er im Auftrag des Gemeinderates und nicht eigenmächtig handelt. Er habe auch nichts gegen die Postkarten-Aktion der Grünen. Wie deren Fraktionsvorsitzende Elke Schuchtmann-Fehmer erklärt, ist diese „bombastisch eingeschlagen“.

Karten, die an den Justizminister adressiert und versandt werden, wird am heutigen Samstag (29. April) auch Wolf Jochen Schulte-Hillen verteilen. Von 11 bis 13 Uhr will der erklärte JVA-Kritiker vor dem Edeka stehen und Fragen zur „JVA in Laer“ beantworten. In einem umfangreichen Ex­posè hat der Unternehmensberater alle Fakten aufgelistet, die seiner Meinung nach gegen eine Ansiedlung einer JVA im Ewaldidorf sprechen. So gäbe es keinen unmittelbaren Vorteil für Laerer Betriebe und den Einzelhandel. Zudem seien durch eine Zwölf-Hektar-Anlage hohe Werteverluste der Grundstücke zu befürchten und neue Wohngebiete könnten praktisch nicht mehr mit dem Qualitätsmerkmal „dörfliche Idylle“ vermarktet werden. „Laer wird leer“ , befürchtet Schulte-Hillen ein Risiko, das für ihn schon jetzt klar erkennbar sei.

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