Laer SPD will alle Bürger mitnehmen

Laer -

Die SPD will alle Bürger mitnehmen, wenn es um das Thema JVA geht. Wie deren Fraktionsvorsitzender Norbert Rikels erklärt, gibt es neben den Gegnern und Befürwortern einer Ansiedlung vor Ort auch Bürger, die noch das Pro und Contra abklären und sich erst dann eine Meinung bilden wollen. Dazu gehören auch die Genossen, die mit allen Bürgern eine offene, ehrliche und faire Diskussion führen wollen.

Von Sabine Niestert
SPD-Fraktionschef Norbert Rikels verspricht allen Bürgern eine offene, ehrliche und faire Diskussion.
SPD-Fraktionschef Norbert Rikels verspricht allen Bürgern eine offene, ehrliche und faire Diskussion.

„Wir wollen den Bürgern deutlich machen, wo wir stehen und Ruhe in die Debatte bringen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende vor der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Im nichtöffentlichen Teil soll es dann erneut um neueste Erkenntnisse zum Thema Ansiedlung einer JVA gehen.

„Uns Sozialdemokraten sind die unterschiedlichen Meinungen der Laerer Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig“, betont der Fraktionschef im Gespräch mit dieser Zeitung. So gebe es eine Gruppe in der Laerer Bevölkerung, die die Ansiedlung einer JVA ohne wenn und aber ablehne, weil sie einen Imageschaden für die Gemeinde befürchte. Eine andere Gruppierung sehe wirtschaftliche und sonstige sachliche Vorteile und befürworte einen hiesigen Standort beziehungsweise widerspräche diesem Standort nicht, weil sie ungeachtet der Begleitumstände keinen Menschen ausgliedern wolle. Diese sähe auch keinen Imageschaden für das Ewaldidorf. Zusätzlich gäbe es aber noch jene, die alle Daten und Fakten vorliegen haben möchten, um dann „unvoreingenommen und sachlich das Pro und Contra zu diskutieren und das Ergebnis in eine abschließende Entscheidung münden zu lassen“. Dazu gehören nicht nur nicht nur die SPD, sondern auch die FDP, die CDU und die FBL.

„Wir möchten, dass sich alle Laerer an diesem Prozess beteiligen können“, betont Rikels. Deshalb setze sich seine Fraktion dafür ein, dass im Falle eines Ansiedlungswunsches des Ministeriums und nach Vorliegen aller Daten und Fakten mit allen Bürgern eine „offene, ehrliche und faire Diskussion“ geführt wird. „Sollte sich dabei eine Mehrheit der Bevölkerung gegen eine JVA in der Gemeinde Laer aussprechen, dann werden wir uns dieser Mehrheit anschließen und dafür Sorge tragen, dass dem Justizministerium eine Absage erteilt wird“, verspricht Rikels, der an das Gewissen aller Entscheidungsträger appelliert. So sei es eine Aufgabe der Gesamtgesellschaft, wenn Menschen mit Verfehlungen resozialisiert und in die Gesellschaft zurückgeführten werden sollten.

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