Laer Partnerschaft ist besonders wichtig

Laer -

Der Jugend- und Familiendienst Rheiner ist der Träger des neuen Kindergartens, der in Laer entstehen soll. Während eines Elternabends in der Grundschule informierte er die Interessierten über sich und sein Konzept. Der jfd betreibt aktuell sechs Kitas in Rheine und im Kreis Steinfurt.

Von Rainer Nix
Informierten über die neue Laerer Kita (v.l.): Birgitta Hauenherm, Corina Friedrichs und Mareike Jansen. Bürgermeister Peter Maier begrüßte die Eltern (kleines Bild 2.v.l.).
Informierten über die neue Laerer Kita (v.l.): Birgitta Hauenherm, Corina Friedrichs und Mareike Jansen. Bürgermeister Peter Maier begrüßte die Eltern (kleines Bild 2.v.l.). Foto: Fotos Rainer Nix

Die neue Kindertageseinrichtung in Laer gewinnt zunehmend an Profil. Der Jugend- und Familiendienst (jfd) Rheine, der Träger der Einrichtung ist, informierte während eines Elternabends in der Werner-Rolevinck-Grundschule über sich und seine Arbeit. Der jfd betreibt aktuell sechs Kitas in Rheine und im Kreis Steinfurt.

„Ein Gebäude für die Kita entsteht im acht Hektar umfassenden Neubaugebiet Richtung Holthausen“, erklärte Bürgermeister Peter Maier. Eine entsprechende Parzelle von 2000 Quadratmetern sei bereits ausgewählt. So dürfen Kinder und Eltern in 2018 mit dem neuen Domizil rechnen. Zunächst gibt es ab dem 1. August dieses Jahres ein Provisorium in der Grundschule, bevor nach rund zwölfmonatiger Bauzeit der Umzug auf dem Programm steht.

Corina Friedrichs, Leiterin des Fachbereichs Jugendhilfe/Schule beim jfd und ihre Kollegin Mareike Jansen, Fachbereich Familienzentren, stellten den Träger der Kita und seine Prinzipien vor. Auch Birgitta Hauenherm, Sachgebietsleiterin Kindertagesbetreuung beim Jugendamt des Kreises Steinfurt, stand für Fragen zur Verfügung.

Der jfd beschäftigt zurzeit etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Er gliedert sich in die fünf Fachbereiche „Jugendhilfe/Schule“, „Bildungsstätte“, „Qualifizierung“, „Service“ und „Familienzentrum“. Der Träger ist konfessionsungebunden, trotzdem hat die Wertevermittlung einen hohen Stellenwert für ihn. „Wir möchten die Kinder in ihrem `So Sein` akzeptieren, sie ganzheitlich und individuell fördern“ skizzierte Jansen das Konzept.

Zentrale Elemente der Arbeit ist unter anderem das „halboffene Prinzip“. Innerhalb ihrer Gruppe haben die Mädchen und Jungen einen festen Ansprechpartner, doch dürfen sie zwischen den Gruppen wechseln. Unter anderem sind Kreativität, Bewegung und Naturnähe weitere Bausteine des Kita-Alltags. Die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern ist dabei stets von besonderer Bedeutung.

Auch bei der Namensgebung der neuen Kita ist die Meinung der Mütter und Väter gefragt. Anregungen sind willkommen.

In der Rolevinck-Schule, in der auch ein speziell abgegrenzter Außenbereich gestaltet wird, gibt es zwei Gruppen. Der Neubau ist auf drei Gruppen ausgelegt, wobei auch eine U1-Betreuung integriert ist. Das Verpflegungsangebot ist vielfältig, mehrmals wöchentlich wird frisch und gesund eingekauft. Es gibt auch ein Frühstücksangebot. „Die Kinder haben über den Vormittag hinweg die Möglichkeit, sich am Buffet zu stärken“, erläuterte Jansen.

Beim Mittagessen verfolgt der jfd eine spezielle Produktlinie nur für Kindergärten. „Das Essen ist gesund, ausgewogen und nach ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten zusammengesetzt“, sagte Friedrichs. Bis jeweils 9 Uhr können Eltern ihr Kind zum Essen anmelden, bei Bedarf auch abmelden, so dass nur berechnet wird, was das Kind auch tatsächlich in der Kita verzehrt.

Jährlich werden die Öffnungszeiten anhand einer Bedarfsanalyse der Eltern angepasst. „Wir sind flexibel, ohne den Blick auf die Qualität der Arbeit zu verlieren“, versicherten die Vertreterinnen des Kita-Trägers.

Nicht zuletzt ist es für den jfd seit 19 Jahren selbstverständlich, in seinen Kitas integrativ zu arbeiten.

 

 

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