Laer Neuer Glanz für Kirchenkunstwerke

Laer -

Der Zahn der Zeit hat an den Kunstwerken in der Pfarrkirche St. Bartholomäus genagt. Deswegen werden die Kreuzigungsgruppe am Gotteshaus und die Marienstatue auf dem Kirchplatz jetzt einer Reinigung und einer Konservierung unterzogen. Die Arbeiten führt Diplom-Restauratorin Tanja Schwarten von der Firma Markus Schmidt durch.

Von Heinrich Lindenbaum
Diplom-Restauratorin Tanja Schwarten reinigt die Marienstatue auf dem Kirchplatz der Laerer Bartholomäuskirche mit einem Dampfstrahl
Diplom-Restauratorin Tanja Schwarten reinigt die Marienstatue auf dem Kirchplatz der Laerer Bartholomäuskirche mit einem Dampfstrahl Foto: Heinrich Lindenbaum

Renoviert werden in diesen Wochen die Kunstwerke der Bartholomäuskirche in Laer . So werden die Kreuzigungsgruppe am Gotteshaus und die Marienstatue auf dem Kirchplatz einer Reinigung einer Konservierung unterzogen.

„Nur mit Dampfstrahl ist es möglich, die Werke zu reinigen, da der Sandstein nicht sehr hart ist und eine Behandlung mit Sandstrahl zu Beschädigungen führen könnten“, erklärt Tanja Schwarten . Die Diplom-Restauratorin ist Mitarbeiterin der Firma Markus Schmidt aus Laer.

Die Marienstatue sei ein besonders schönes gearbeitetes Kunstwerk, meint die Fachfrau.

„Errichtet von der Jünglings Sodalität zur Erinnerung a. d. 50 jähr. Jubiläum 1853 - 1903“ ist wieder deutlich auf der Rückseite der Statue zu lesen.

Seit nunmehr 163 Jahren ist dieses Werk den unterschiedlichsten Witterungen ausgesetzt, was deutliche Spuren hinterlassen hat. Der Buchsbaum musste entfernt werden und wird durch eine Neubepflanzung ersetzt. Gleichzeitig soll ein Gitter, das um das Blumenfeld angebracht wird, die Statue schützen.

An der Südseite der Kirche befindet sich eine Kalvariengruppe, im ortsüblichen Sprachgebrauch hieß sie auch „das Leiden Christi“. Das Sandsteinwerk besteht aus einem Kreuz mit Korpus, Maria und dem Evangelisten Johannes. Die Entstehung dieser Gruppe wird um 1760/80 vermutet. Die Gruppe hatte bereits starke Verwitterungsschäden erlitten und wurde letztmalig im Jahre 1972 renoviert. Die Vorgehensweise der Reinigung geschieht wie bei der Marienstatue.

Bei der heutigen Kreuzigungsgruppe handelt es sich um eine Nachbildung des Orignals. Die „Assistenzfiguren“ neben dem Kreuz sind in der Friedhofskapelle aufgestellt worden. Über den Verbleib des Kreuzes mit dem Korpus liegen keine Aufzeichnungen vor.

Bürger, die etwas über den Verbleib sagen können, werden gebeten, sich im Pfarrbüro unter Telefon 62 87 zu melden.

Vielen Kirchenbesuchern ist sicherlich bereits aufgefallen, dass die siebenarmigen Chorleuchter an den Pfeilern fehlen. Diese befinden sich zur Zeit auch zur Reinigung und Konservierung bei einer Fachfirma.

Die Gesamtkosten für diese Überarbeitungen belaufen sich auf rund 14 000 Euro und diese werden in voller Höhe durch das Bistum Münster übernommen.

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