Eva Laumann hat während ihres Freiwilligendienstes im Ausland viele neue Erfahrungen gemacht
Ein unvergessliches Jahr in Ghana

Horstmar-Leer -

Nach einem Jahr in Ghana ist Eva Laumann wieder bei ihrer Familie in Leer. „Es war die schönste Zeit meines Lebens und ich werde bestimmt noch einmal zurückkehren und dort Urlaub machen“, berichtet die 19-Jährige begeistert. Damit bringt die junge Frau die Eindrücke ihres Auslandsaufenthalts im Rahmen eines Freiwilligendienstes des Bistums auf den Punkt.

Freitag, 13.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 17.09.2019, 16:00 Uhr
Diese Jungen hat Eva Laumann aus Leer während ihres Aufenthaltes in Ghana unterrichtet. Zudem standen gemeinsamer Sport und Ausflüge mit dem Motorrad in die nähere Umgebung auf dem Programm.

Mit sehr gemischten Gefühlen, durch verschiedene Seminare vorbereitet, stieg die Jugendliche vor einem Jahr in Düsseldorf in den Flieger nach Amsterdam. Es folgte ein neunstündiger Flug nach Acra, der Hauptstadt von Ghana. Nach einer Übernachtung ging es in einer siebenstündigen Fahrt weiter zum Einsatzort.

Es sei schon ein „Kulturschock“ gewesen, als sie an angekommen sei, erinnert sich Eva Laumann. „Die Leute lebten in ärmlichen Verhältnissen“, erzählt sie. Dagegen sei ihre Unterkunft, die sie mit drei Mitbewohnerinnen teilte, fast luxuriös gewesen.

Besonders beeindruckend empfand die Helferin die Gastfreundlichkeit der Bewohner, die trotz großer Armut glücklich seien. Das habe sie bei zahlreichen Gesprächen in deren Wohnungen immer wieder feststellen können. „Wir haben bewusst immer, wenn es möglich war, den Kontakt zu den Einheimischen gesucht“, berichtet die junge Frau.

Eva Laumann hatte es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Leuten zwischen 13 und 16 Jahren in drei verschiedenen Orten, die etwa so groß wie Leer sind, das Leben und Schreiben beizubringen. Die Lehrer seien häufig überfordert. Eine Unterstützung durch das Elternhaus finde nicht statt. Die anfängliche Zurückhaltung der jungen Leute sei schließlich einem freundschaftlichen Miteinander gewichen.

Der Einsatz für die 19-Jährige in den Schulen ging werktags von 7.30 bis 15 Uhr. Die Samstage und Sonntage nutzte sie mit anderen Weggefährtinnen anfangs zu Ausflügen in die nähere Umgebung. Nach der Zeit des Einlebens bevorzugte Eva den Kontakt zu den Einheimischen in gemütlicher Runde oder beim Sport. Sonntags stand die Teilnahme am Gottesdienst, der vier bis fünf Stunden dauert, auf dem Programm.

Eva Laumann erinnert sich auch gerne an den Besuch ihrer Eltern und ihrer Freundin Kaja Joormann. Für diese sei der Aufenthalt bei hohen Temperaturen und der kargen Lebensverhältnisse zunächst schwierig gewesen. Vor Ort erfuhr die junge Frau, wie segensreich die Spenden eingesetzt werden, die sie für die Reise erhalten hatte. So konnte beispielsweise einer Behinderten durch eine Operation geholfen werden.

Jetzt ist Eva Laumann über Acra, Paris und Düsseldorf in ihren Heimatort zurückgekehrt. Doch bald steht eine Ausbildung an, und die wird sie in Bonn als Krankenschwester antreten. Ihren Aufenthalt in Ghana wird sie wohl nie vergessen.

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