Kontrolleure sind in der Burgmannsstadt unterwegs
Schluss mit Plastik in der Biotonne

Horstmar -

Emsige Kontrolleure, die einen Blick in die Biotonnen werfen, sind in diesen Tagen in Horstmar unterwegs. Wer das Gefäß nicht richtig befüllt hat, bekommt eine Verwarnung in Form eines gelben Aufklebers und für „Wiederholungstäter“ gibt es ein rotes Exemplar. Letztes bedeutet, dass die Tonne nicht geleert wird. Dann ist eine Nachsortierung angezeigt. Ganz üble Biotonnen-Verschmutzer bekommen auch schon bei der ersten Kontrolle die rote Karte gezeigt, warnt die Stadt Horstmar in einer Pressemitteilung, in der sie auch erklärt, warum das sein muss

Montag, 09.09.2019, 16:22 Uhr

Emsige Kontrolleure, die einen Blick in die Biotonnen werfen, sind in diesen Tagen in Horstmar unterwegs. Wer das Gefäß nicht richtig befüllt hat, bekommt eine Verwarnung in Form eines gelben Aufklebers und für „Wiederholungstäter“ gibt es ein rotes Exemplar. Letztes bedeutet, dass die Tonne nicht geleert wird. Dann ist eine Nachsortierung angezeigt. Ganz üble Biotonnen-Verschmutzer bekommen auch schon bei der ersten Kontrolle die rote Karte gezeigt, warnt die Stadt Horstmar in einer Pressemitteilung, in der sie auch erklärt, warum das sein muss. So werden die Horstmarer Bioabfälle im Kompostwerk der kreiseigenen Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) in Saerbeck verwertet. Daraus entsteht wertvoller Kompost, der als Dünger auf die Äcker aufgebracht wird. „Alle nichtkompostierbaren Abfälle, die in der Biotonne landen, müssen am Kompostwerk aufwendig aussortiert und anschließend teuer entsorgt werden. Diese Kosten tragen alle Bürger über ihre Müllgebühren, auch diejenigen, die ihren Bioabfall richtig sortieren“, erklärt Ramona Hollefeld, Abfallberaterin der Stadt Horstmar. Als Nebenprodukt der Kompostierung entsteht zudem Ökostrom für rund 2000 Haushalte. Der Erlös aus dem Stromverkauf mindert die Abfallgebühren für alle Bürger des Kreises.

Um etwas gegen die Ungerechtigkeit zu tun, dass gut sortierende Bürger genau so viel zahlen wie „Müllferkel“ und um dauerhaft die hohe Qualität des Steinfurter Komposts zu sichern, kommen nun die Biotonnen-Kontrolleure zum Einsatz. Die zwei Frauen und zwei Männer sind Mitarbeiter der EGST, aber im Auftrag der Stadt Horstmar unterwegs.

„Jährlich rund 5000 Tonnen, immerhin fast zehn Prozent eingesammelten Bioabfalls, müssen am Kompostwerk Saerbeck als Restabfall aussortiert werden“, erklärt Franz Niederau, Geschäftsführer der EGST. Das kostet Zeit und Energie. Am Ende bleibt auch immer ein Risiko, dass ein Teil nicht erfasst wird und im Kompost auf unserem Gemüseacker landet. Auf der Homepage der Stadt Horstmar verweist ein Link zu einem YouTube-Video der EGST, welches die Verarbeitung des Biomülls ausführlich darstellt.

Wer keinen gelben oder roten Aufkleber auf seiner Tonne möchte, sollte folgende Tipps beherrschen, erklärt die Stadtverwaltung Horstmar. Nur kompostierbare Abfälle aus Küche und Garten dürften in kompostierbaren Tüten (mit Keimling-Symbol) oder in Zeitungspapier gewickelt in der Biotonne entsorgt werden.

Oft zu findende Fehlwürfe sind beispielsweise Windeln, Flaschen, Wattestäbchen, Verpackungen, Zeitungen, Textilien, Taschen und Schuhe, warnt die Stadt. Auch tierische Fäkalien wie Hunde- und Taubenkot sowie Katzen- und Kleintierstreu dürfen nicht über die Biotonne entsorgt werden.

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