Beeindruckend
„Trauer braucht eine Gestalt“

Horstmar-Leer -

Eine bewegende Gedenkfeier erlebten die Besucher des Friedwaldes. Dazu hatte das Team vom „Waldfrieden“ , Anne Trindeitmar-Behr und Ehemann Holger Behr sowie Ann Kristin Behr, zum vierten Mal eingeladen. „Trauer braucht eine Gestalt“, aus diesem Anlass werde jedes Jahr an einem Sonntag im Juni dieser Tag stattfinden, erklärten die Eheleute

Dienstag, 25.06.2019, 14:08 Uhr aktualisiert: 28.06.2019, 16:00 Uhr
Anne Trindeitmar-Behr (r.) vom Team „Waldfrieden“ begrüßte die Teilnehmer der Gedenkfeier im Trauerwald in der Bauerschaft Alst. Foto: fn

Bei schönstem Wetter folgten jetzt mehr als 120 Besucher der Einladung, am Gedenktag im Trauerwald in der Bauerschaft Alst teilzunehmen. Das Team vom „Waldfrieden“, Anne Trindeitmar-Behr und Ehemann Holger Behr sowie Ann Kristin Behr hatten diese Veranstaltung zum vierten Mal organisiert.

„Trauer braucht eine Gestalt“, aus diesem Anlass werde jedes Jahr an einem Sonntag im Juni dieser Tag stattfinden, erklärten die Eheleute. Der Trauerwald sei in den über dreieinhalb Jahren seines Bestehens sehr gut angenommen worden, betonte das Paar. So habe es dort mittlerweile gut 600 Bestattungen gegeben. Man erinnerte sich an die erste Zeit, wo der Wald noch in den „Kinderschuhen“ steckte und die Wege noch nicht angelegt waren.

„Der Wald ist sehr schön. Sobald man ihn betritt, hat man das Gefühl der inneren Ruhe und Zufriedenheit“, beschrieben Besucher ihre Eindrücke. Der Wald sei eine zweite Heimat. Man fühle sich gut aufgehoben, es erinnere sehr stark an ein Familientreffen, hieß es weiter. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von den rund 2,5 Kilometer langen Rundwegen entlang der Grabstätten. Immer wieder finde man neue Wege und Brücken. Der Wald wachse stetig und freue sich immer größerer Beliebtheit.

Eindrucksvoll und einfühlsam war die Gedenkstunde, die auch in diesem Jahr vom Duett Susanne Teutenberg aus Wettringen (Gesang) und Udo Dinkelbach aus Burgsteinfurt (Gitarre) sowie Anne Trindeitmar-Behr gestaltet wurde.

Bei einer kleinen Stärkung gab es Gelegenheit, sich auszutauschen und der Verstorbenen zu gedenken. Anne Trindeitmar-Behr bedankte sich dafür, dass ihnen so viele Menschen ihr Vertrauen schenken.

„Wir wünschen uns für alle Hinterbliebenen und Menschen, die sich für den Wald entschieden haben, dass er immer ein Ort der Geborgenheit und der Zuflucht sein wird“, so Anne Trindeitmar-Behr.

Auch in diesem Jahr wurde wieder für die Ersthelfer vom DRK Horstmar gesammelt.

Bereits seit 2017 treffen sich einmal im Monat die Hinterbliebenen zum zwanglosen Kaffeetrinken. Dieses findet im Café Ello in Borghorst statt. Für viele Teilnehmer ist dieser Termin zum festen Ritual geworden. Es haben sich Freundschaften ergeben und es finden fruchtbare Gespräche statt.

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