Heimatverein besichtigt Hof Lenfers
Transponder liefert wichtige Daten

Horstmar/Laer -

Ein Landwirt verbringt heute sehr viele Stunden im Büro und nicht mehr so viel Zeit im Stall oder auf dem Acker. Das erfuhr die Gruppe des Heimatvereins aus Horstmar bei der Besichtigung des landwirtschaftlichen Betriebes von Gerrit Lenfers. Der junge Landwirt öffnete für die zahlreich erschienenen Heimatfreunde bereitwillig alle Ställe.

Montag, 20.05.2019, 19:00 Uhr
Die Horstmarer Heimatfreunde bekamen während der Hofbesichtigung zahlreiche Informationen durch den jungen Landwirt Gerrit Lenfers.

Viele Teilnehmer waren sichtlich überrascht über die hoch technisierte Milchviehhaltung. Zwar haben auch heute noch alle zirka 120 Kühe auf dem Betrieb einen Namen, aber darüber hinaus tragen alle zwei Ohrmarken und einen Transponder um den Hals. Die große gelbe Ohrmarke dient der Identifizierung der Kuh, das kannten alle Exkursionsteilnehmer. Aber was die kleine runde Ohrmarke bezweckt, das erläuterte Gerrit Lenfers genauer.

Alle weiblichen Tiere des Betriebes werden genetisch untersucht. Mit diesen Informationen erhält der Betrieb eine gute Sicht auf die genetische Struktur seiner Herde. Der genomischen Zuchtwert ermöglicht eine optimale Auswahl des passenden Bullen, mit dessen Sperma die Kuh gedeckt wird. So können Zuchtziele genauer geplant werden, erläuterte der Gastgeber.

Der Transponder um den Hals der Kuh liefert den beiden Melkrobotern die Daten, damit sie den Tieren die optimale Kraftfutterration zuteilen und dreimal am Tag vollkommen automatisiert gemolken werden. Zwar muss auch die Familie Lenfers noch viele Stunden im Stall verbringen, damit die Tiere gesund bleiben und optimale Bedingungen haben, aber die Überwachung findet größtenteils am Computer statt. Neben der Liebe zum Tier ist heute die Spezialisierung der landwirtschaftlichen Betriebe Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Erfolg, erläuterte der junge Landwirt.

Im Namen des Heimatvereins bedankte sich Agnes Eppenhoff für die interessante Führung mit einem Präsentkorb und wünschte der jungen Familie und den noch tatkräftig mitarbeitenden Eltern weiterhin viel Freude an der Landwirtschaft.

Den Nachmittag ließen einige der Heimatfreunde bei einer Tasse Kaffee und Kuchen dann noch gemütlich ausklingen.

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