Ehemaliger Kulturbeauftragter Engelbert Glock erinnert an den Falkenhof
Fünf Burgmannshöfe noch erhalten

HOrstmar -

„Es sind fünf und nicht nur vier Burgmannshöfe, die noch erhalten sind“, betont Engelbert Glock. Den ehemaligen Kulturbeauftragten der Stadt Horstmar ärgert es, dass oft nur vom Münsterhof, Borchorster Hof, Sendenhof und Merveldter Hof die Rede sei. Vergessen würde oft der Falkenhof, der an der Schöppinger Straße mitten in der Alstadt liegt. Über ihn hat der Historienfreund gemeinsam mit Petra Wehmeyer, die das Haus bewohnt, ein Buch geschrieben.

Mittwoch, 24.04.2019, 18:00 Uhr
An der Schöppinger Straße inmitten der Horstmarer Altstadt liegt der denkmalgeschützte Falkenhof, der zu den insgesamt fünf erhaltenen Burgmannshöfen gehört..

Strickhof, Merveldter Hof, Sendenhof, Deipenhof, Münsterhof, Ascheberger Hof, Borchorster Hof und Falkenhof heißen die insgesamt acht Burgmannshöfe in Horstmar, von denen heute noch fünf erhalten sind. Dass oft nur der Münsterhof, der Merveldter Hof, der Sendenhof und der Münsterhof genannt werden, ärgert Engelbert Glock. Den ehemaligen Kulturbeauftragten der Stadt Horstmar wundert es auch, dass der Falkenhof im jüngsten Ausflugsjournal der Westfälischen Nachrichten von der Stadt nicht genannt worden und kaum im Bewusstsein der Öffentlichkeit ist.

Dabei sei in Ausschusssitzungen und im Rat der Stadt Horstmar mehrmals darauf hingewiesen worden, dass von den ehemals acht Burgmannshöfen noch fünf und nicht nur vier Anlagen erhalten seien, gibt Glock zu bedenken, der ein Faible für die Horstmarer Geschichte hat.

Im Jahr 2013 hat der Initiator und Leiter der Historienspiele zusammen mit Petra Wehmeyer ein Buch über den Falkenhof geschrieben, das privat finanziert worden ist. Der denkmalgeschützte Hof an der Schöppinger Straße ist sei 1887 im Besitz der Familie von Gustav Bisping. Das war der Urgroßvater von Petra Wehmeyer, die 1980 mit ihrer Familie in das markante Haus – mitten in der Altstadt gelegen – gezogen ist und es renoviert hat.

Die 1954 geborene Handweberin liebte den Falkenhof schon als Kind, als sie dort noch regelmäßig ihre Großeltern besucht hat. Sie wandte sich mit ihrem Anliegen, die Historie des Hauses zu dokumentieren, an Engelbert Glock, den sie schon lange kennt. Er, der immer gerne in Archiven geforscht und alte Texte transkribiert hat, war auch erfolgreich bei seiner Spurensuche in Sachen Falkenhof. So fand er im Hause Brincke uralte Quellen und Urkunden, die belegen, wer, wann in dem Hause gelebt hat und wie es im Laufe der Jahre umgestaltet worden ist.

„Die alte Kaminanlage und der Gewölbekeller sind noch original erhalten“, berichtet der Autor. Es stimme nicht, wie es häufig kommuniziert würde, dass der Falkenhof Ende des 19. Jahrhunderts komplett abgebrochen und neu wieder aufgebaut worden sei. Nur der Flügel an der Ostseite, in dem sich ein Brauhaus und ein Stall befunden hätten, seien abgerissen worden, so Glock.

Stadtführer Heinz Herdt erinnert sich daran, dass er den Falkenhof während seiner jüngsten Führung mit den früheren Schülern der Burgsteinfurter Handelsschule erwähnt hat. In einem Bericht über das Ehemaligentreffen war aber zum Leidwesen von Engelbert Glock nur vom Münsterhof, Sendenhof, Merveldter Hof und Borchorster Hof die Rede. Das hat ihn auf den Plan gerufen, den fast vergessenen Falkenhof wieder in Erinnerung zu rufen.

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