Nach Unfall mit Lastwagen
Antonius-Kapelle wiedereröffnet: „Es grenzt schon an ein Wunder“

Horstmar -

Mit einer Messfeier ist die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg wiedereröffnet worden. Dabei segnete Pfarrdechant Johannes Büll gemeinsam mit seinen Amtsbrüdern Pater Dhaman Kumar Karanam und Diakon Ralf Laumann nicht nur den restaurierten Altar, sondern das gesamte kleine Gotteshaus.

Freitag, 04.01.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 04.01.2019, 20:00 Uhr
Ein Geschenk hat Bürgermeister Wenking (r.) mitgebracht. Darüber freuen sich Heinz Schütte, Diakon Ralf Laumann und Pfarrdechant Johannes Büll (v.l.). Während der Messfeier segnen die Seelsorger nicht nur den Antoniusaltar, sondern das gesamte Gebäude.

Für Horstmars Bürgermeister grenzt es schon an ein Wunder. „Es war ein frontaler Aufprall , aber der Schutzengel des Schöppinger Berges schützte Fahrer, Gebäude und die Marienklage“, gibt Robert Wenking zu bedenken, dass das Duplikat der wohl ältesten und wertvollsten Bildhauerkunst an der Antoniuskapelle beim Unfall am frühen Morgen des 3. Januar 2018 nicht zerstört, ja nicht einmal berührt worden sei.

Der Bürgermeister und sein Allgemeiner Vertreter, Heinz Lölfing, gehören zu den zahlreichen Besuchern der Messfeier zur Wiedereröffnung des „Sehnsuchtsorts der Stille, der Besinnung und des Trostes, der Zeugnis für einen lebendigen Glauben ablegt“. Diese findet genau ein Jahr nach dem Unfall, bei dem ein Lkw in die Seitenwand gekracht ist, im frisch sanierten und restaurierten Gotteshaus statt.

Dankbar, dass der „Ort des Gebetes“ nicht eingestürzt ist, sondern erhalten werden konnte, zeigt sich auch Pfarrdechant Johannes Büll, dem seine Amtsbrüder Pater Dhaman Kumar Karanam und Diakon Laumann zur Seite stehen. Die Messdiener stellt die Antoniusbruderschaft. Der Seelsorger dankt allen Beteiligten, die durch ihre tatkräftige Unterstützung und Spenden zum Wiederaufbau des Wahrzeichens der Stadt Horstmar und die Restaurierung des Altars beigetragen haben.

Wiedereröffnung Antoniuskapelle

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  • Fast ein Jahr hat es gedauert, bis der barocke Bau auf dem Schöppinger Berg wieder hergestellt war. Fast ein Jahr hat es gedauert, bis der barocke Bau auf dem Schöppinger Berg wieder hergestellt war. Foto: abi
  • Fast ein Jahr hat es gedauert, bis der barocke Bau auf dem Schöppinger Berg wieder hergestellt war. Foto: abi
  • Fast ein Jahr hat es gedauert, bis der barocke Bau auf dem Schöppinger Berg wieder hergestellt war. Foto: abi
  • Fast ein Jahr hat es gedauert, bis der barocke Bau auf dem Schöppinger Berg wieder hergestellt war. Foto: abi
  • Fast ein Jahr hat es gedauert, bis der barocke Bau auf dem Schöppinger Berg wieder hergestellt war. Foto: abi
  • Fast ein Jahr hat es gedauert, bis der barocke Bau auf dem Schöppinger Berg wieder hergestellt war. Foto: abi
  • Fast ein Jahr hat es gedauert, bis der barocke Bau auf dem Schöppinger Berg wieder hergestellt war. Foto: abi
  • Fast ein Jahr hat es gedauert, bis der barocke Bau auf dem Schöppinger Berg wieder hergestellt war. Foto: abi
  • Fast ein Jahr hat es gedauert, bis der barocke Bau auf dem Schöppinger Berg wieder hergestellt war. Foto: fn

An die zahlreichen Besucher – viele von ihnen müssen draußen stehen – appelliert der Geistliche, „lebendige Steine“ zu sein, denn ohne den Glauben sei die Kapelle nur ein Haufen kunstvoll vermauerter Steine.

Welche große geistige und ideelle Bedeutung die Antoniuskapelle für die Menschen habe, bewiesen die zahlreichen Einträge ins Gäste- und Fürbittenbuch, betont der Bürgermeister, dass das Gebäude ausschließlich aufgrund christlicher Traditionen entstanden sei. Dieser Kultur sei es auch zu verdanken, dass bis heute, 248 Jahre später, Menschen ihre oft mit Schmerz, Leid und Angst verbundenen Alltagssorgen vortragen oder sich einfach nur bedanken würden, wenn ihnen Gutes widerfahren sei.

Unfall auf dem Schöppinger Berg

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  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Susanne Menzel
  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Susanne Menzel
  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Susanne Menzel
  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Susanne Menzel
  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Susanne Menzel
  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Susanne Menzel
  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Susanne Menzel
  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Susanne Menzel
  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Jens Keblat
  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Jens Keblat
  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Jens Keblat
  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Jens Keblat
  • Ein Lkw ist in der Nacht zum Mittwoch in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg gefahren. Das Gebäude ist nach Angaben der Polizei jetzt vermutlich einsturzgefährdet. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, der Schaden an der Kapelle wird mit einem fünfstelligen Betrag angegeben. Foto: Jens Keblat

Dass der Raum, der von Menschen für Menschen geschaffen worden ist, auch Besucher anzieht, die nicht unbedingt in der Kirche zu finden seien, erklärt der Pfarrdechant. Er freut sich darüber, dass die Antoniuskapelle gerne auch für Taufen und Hochzeiten genutzt wird und die Gottesdienste vor Ort besonders im Sommer – denn dann sei es nicht so kalt – immer beliebter würden. Bei der Danksagung stimmen die Besucher das Antoniuslied an, das nach der Melodie „Ein Haus voll Glorie schauet“ gesungen wird.

Zum Ende der Messfeier überreicht Bürgermeister Wenking symbolisch einen Briefumschlag an den Vorsitzenden der Antoniusbruderschaft, Heinz Schütte. Dieser und der Pfarrdechant als Hausherr bedanken sich für das Geld, das sie für die Restaurierung gut gebrauchen könnten.

Mit einem Umtrunk im Borchorster Hof, bei dem sich die Teilnehmer wieder aufwärmen können, enden die Festivitäten.

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