Dankbar „Seien Sie großzügig“

Horstmar -

Annette Beckmann ist den drei Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, die mit Nasssaugern ihren Keller wieder trocken gelegt haben, heute noch dankbar.

Von Sabine Niestert
In mühevoller und zeitaufwendiger Kleinarbeit legten drei Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit Nasssaugern den Keller von Familie Beckmann am Schwalbenweg trocken.
In mühevoller und zeitaufwendiger Kleinarbeit legten drei Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit Nasssaugern den Keller von Familie Beckmann am Schwalbenweg trocken.

Das Hochwasser Ende Mai liegt schon über sechs Monate zurück, doch Annette Beckmann wird es nie vergessen. So war auch das Haus ihrer Familie am Schwalbenweg vom Hagelschlag und sintflutartigen Regen betroffen. „Durch Dusche und WC waren die Fluten in den Keller geschossen“, erinnert sie sich.

Da die 25 Zentimeter Wasserstand im gesamten Keller für die Brandschützer zu wenig waren, konnten die üblichen Gerätschaften der Freiwilligen Feuerwehr nicht eingesetzt werden. Man könne ihnen leider nicht helfen, hieß es zumindest. Die Nachbarn konnten aber auch wegen des fehlenden Gesamtabflusses im Keller nicht viel ausrichten.

„Aber dann, o Wunder, schellte es abends um 20 Uhr und drei Mitglieder der Jugendfeuerwehr kamen mit riesigen Nasssaugern, um uns dann noch in mühsamer Kleinarbeit in eineinhalb Stunden die Keller leer zu saugen“, berichtet Annette Beckmann, die diesen „tollen Jungen“ für ihren herausragen freiwilligen Einsatz mehr als dankbar ist. Denn ihrem kranken Mann und einem Sohn, der sich gerade da im Ausland befand, fühlte sie sich ziemlich verloren.

„Es ist wieder die Zeit gekommen, in der die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr uns Horstmarer besuchen, um eine Spende für ihre Arbeit zu sammeln“, begründet Beckmann, warum sie ihre Geschichte gerade im Advent erzählt. „Seien Sie großzügig“ appelliert sie an die Bürger.

„Schon beim nächsten Unwetter könnten auch Sie betroffen sein, und nur beste Ausrüstung kann die freiwillige Arbeit dieser Ehrenamtler unterstützen“, gibt sie weiter zu bedenken. Wichtig sei es auch, die Elementarversicherung zu überprüfen, denn nur wer explizit in der Police stehen habe, dass auch die Überschwemmung bei Rückstau versichert sei, bekomme seinen Versicherungsschaden erstattet. Dieser Zusatz fehle bei den „Altversicherungen, da es vor über 20 Jahren noch keinen Rückstau dieser Art gegeben habe. Auf ihre Familie träfe das zu. Folglich bekäme sie den Schaden der Trockenlegung, der Putz- und Maurerarbeiten und so weiter – also alles, was den Gebäudeschaden beträfe, nicht von der Versicherung erstattet trotz der bestehenden Elementarversicherung.„Ich kann allen Hausbesitzern nur dringend empfehlen, speziell bei alten Versicherungen, zu überprüfen, dass dieser Passus zum „Rückstau“ enthalten ist“, betont Annette Beckmann. Dass eine Rückstauklappe vorhanden sein muss, schrieben viele Versicherer oder auch Städte außerdem noch vor. Sie hoffe zusätzlich, dass auch die Stadt alles daran setze, dass bei der Bebauung und Versiegelung weiterer Flächen auch auf den Ausbau der Abwasserkanäle ganz besonders geachtet und in betroffenen Gebieten nachgebessert wird.

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