Neuer Kindergarten
Vier-Gruppen-Anlage geplant

Horstmar/Leer -

Wegen steigender Anmeldezahlen wird in der Stadt Horstmar ein neuer Kindergarten gebraucht. Dieser soll auf einem städtischen Grundstück an der Textilstraße im Investorenmodell errichtet werden. Dort ist eine Vier-Gruppen-Anlage für 80 Mädchen und Jungen vorgesehen. Für den Übergang wird ein Provisorium gebraucht, so Bürgermeister Robert Wenking.

Dienstag, 18.12.2018, 18:00 Uhr

Entgegen früherer Einschätzungen lässt die aktuelle Prognose des Kreisjugendamtes steigende Anmeldezahlen für die Kindergärten der Stadt Horstmar erwarten. Diese Entwicklung, die alle begrüßen, zwingt die Politiker und die Verwaltung zu handeln. Das wurde während der jüngsten Ratssitzung deutlich, in der Bürgermeister Robert Wenking die aktuelle Situation der Kitas in beiden Stadtteilen beschrieb.

In Horstmar bräuchte man zwei neue Gruppen. Dieser Bedarf sei vom Kreis Steinfurt anerkannt. Da eine Erweiterung an den derzeit vorhandenen Gebäuden der Kindergärten St. Elisabeth an der Fritz-Schulte-Straße und St. Josef an der Überwasserstraße ausscheide, favorisiere man einen Neubau im Investorenmodell.

Wie Wenking weiter berichtete, habe er sich mit den Mitarbeitern des Bauamtes für die Ansiedlung, die im Bereich zwischen der Altstadt und der Siedlung erfolgen soll, verschiedene Grundstücke angeschaut. Dabei habe sich die stadteigene Fläche an der Textilstraße als am besten geeignet herauskristallisiert. Ein Planungsbüro könne sich mit der verkehrlichen Anbindung befassen, die noch genauer geklärt werden müsse.

„Geben sie ein grundsätzliches Okay für das Grundstück“, bat der Bürgermeister den Rat um eine schnelle Entscheidung, da die Zeit dränge. Keine Alternative zum Vorschlag der Verwaltung sah CDU-Fraktionsvorsitzender Winfried Mollenhauer, da man kein anderes Grundstück habe. Nach einer Sitzungsunterbrechung, die SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Kaiser zur internen Beratung beantragt hatte, stimmten auch die Genossen zu. Dass Politik, Verwaltung, Kirche und Eltern auf einen gemeinsamen Nenner kommen müssen, hatte Kaiser bereits in seiner Haushaltsrede gefordert.

Der neue Kindergarten soll bereits im August 2021 fertiggestellt werden. Geplant ist eine Vier-Gruppen-Anlage für 80 Kinder. Vorgesehen ist der Abriss der Kita St. Josef, dessen Bausubstanz im Laufe der Zeit gelitten hat. Eine Zwei-Gruppen-Anlage sei in der heutigen Zeit nicht mehr wirtschaftlich, gab Wenking zu bedenken. „Wir werden ein Provisorium brauchen“, kündigte der Bürgermeister an, dass die Bestandskindergärten nicht alle Mädchen und Jungen aufnehmen könnten und man deswegen nach einem passenden Platz dafür suche.

In Leer empfiehlt die Verwaltung einen Anbau für eine weitere Gruppe an den Kindergarten Ss. Cosmas und Damian. Die dort praktizierte Containerlösung solle aber nur für den Übergang sein, hieß es. Bereits um eine zusätzliche Gruppe erweitert worden, ist die Kita in der Grollenburg. Diese ist in einem neu errichteten Gebäude untergekommen. Ein weiterer Anbau dort, empfehle sich nicht, so Wenking.

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