Auch die 13 bringt Glück Ein Abend voller Erinnerungen

Horstmar-Leer -

Erfolgreich und stimmungsvoll ist die 13. Leerer Kneißennacht „4X4“ verlaufen, zu der die vier Leerer Schützenvereine am Wochenende eingeladen haben. Live-Musik gab es in den Gaststätten Selker, Raus, Vissing und Tante Toni. Dort waren Musikbands zu Gast, die es in sich hatten.

Von Rainer Nix
„Bag of Culture“ spielten Irish Folk, aber auch Indie-Rock.
„Bag of Culture“ spielten Irish Folk, aber auch Indie-Rock. Foto: Nix

Da soll einer sagen, die 13 wäre eine Unglückszahl. Für die Leerer Kneipennacht war sie es jedenfalls nicht. Auch die 13. Auflage am Samstagabend machte aus der Dorfstraße wieder eine Partymeile. Je später die Stunde, desto mehr Musikfans besuchten die Gaststätten Selker, Raus, Vissing und Tante Toni. Dort waren Musikbands zu Gast, die es in sich hatten. Die vier örtlichen Schützenvereine als Veranstalter hatten wieder einmal den „richtigen Riecher“ bewiesen.

Mit „Guitar Crasha“ erschien eine Fünferformation aus Schöppingen, die Bluesrock von den sechziger Jahren bis heute im Gepäck hat, in der Gaststätte Selker. Ihr musikalisches Credo ist ein Ausspruch des genialen, bei einem Hubschrauber­absturz 1990 ums Leben gekommene Gitarristen Stevie Ray Vaughan: „Musik ist Musik, wenn sie Seele hat, wenn nicht, sind es bloß Noten“. Die fünf Guitar-Crasha Musiker spielten heißen Sound mit einer großartigen Lead-Gitarre. Dabei klingen sie wie die legendäre Südstaaten-Band „Lynyrd Skynyrd“.

Wollo Seidel und Hansi Waterkamp braucht man nicht vorzustellen. Sie gehören zur Volker-Leiß-Band und traten in der Gaststätte Tante Toni als Duo auf. „Wir spielen besonders gerne einen guten Mix aus der Rock- und Popgeschichte der letzten 50 Jahre“, so Waterkamp in einem Gespräch. „Das ist die Musik mit der wir aufgewachsen sind“, fügte er hinzu. Es erinnert die beiden an alte Zeiten, als sie in Laerer und Steinfurter Jugendtreffs zur „Tea-Time“ oder in Disco-Nächten auftraten. Während der Kneipennacht sorgten sie mit Klassikern wie „Locomotive Breath“ von Jethro Tull oder „Johnny B. Goode“ von Chuck Berry für gute Stimmung. Seidel ging natürlich mit der „Palettengitarre“, seinem Markenzeichen, an den Start.

Die „Barhockerrockers“ kamen diesmal als Fünferformation mit Saxofon, Bass, wechselweise Akkordeon oder Orgel, Akustikgitarre und Cajon zur Kneipennacht. Die „Musikerfamilie“ mit variabler Besetzung präsentierte Blues- und Rockcoverversionen der Rock`n Roll „Hall of Fame“. „Wir spielen genau die Musik, die uns Spaß macht“, sagen die Musiker. Das Saxofon bringt eine wundervoll jazzige Note mit ein. „King of he Road“, „Route 66“ und „Blowing in the wind“ waren nur drei der zahleichen Songs, die das Publikum begeisterten.

Wieder mit von der Partie waren auch „Bag of Culture“, die den Abend mit Irish Folk begannen. Da kam Dubliner Pub-Feeling auf. Später wechselten sie das Genre und schwenkten auf Indie- Rock und Popmusik um. Ihre Spezialität ist Selbstkomponiertes, doch die Musiker covern auch bekannte Stücke. Die Band sprach ein überwiegend junges Publikum an.

Die 13. Kneipennacht war über weite Strecken eine Reise durch die Rock- und Blueswelt eines halben Jahrhunderts.

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