Trio präsentiert Gemeinschaftsausstellung Trio zeigt seine Kunst im Grünen

Horstmar-Leer -

Marlies Döking, Ewald Göcke und Bernhard Hüsken haben sich zur Ausstellung „Kunst in der Landschaft“ im Garten in Ostendorf 15 getroffen. Auf einer Apfelwiese präsentierten die den Besuchern eine Auswahl ihrer Werke. Die drei kennen sich schon lange und sind durch die Gruppe 050505 selber bekannt geworden. Demzufolge scheint der Begriff Hobbykünstler nicht zu greifen. Er kann ihre Leidenschaft und ihre Liebe zu den Gegenständen, die sie bearbeiten, gar nicht fassen.

Von Annegret Rose
Ewald Göcke und Bernhard Hüsken präsentierten einiger ihrer Exponate während einer Freiluft-Ausstellung auf Hüskens Anwesen in Leer. Marlies Döking (kl. Bild) zeigt ihre Skulptur „Viktoria“.
Ewald Göcke und Bernhard Hüsken präsentierten einiger ihrer Exponate während einer Freiluft-Ausstellung auf Hüskens Anwesen in Leer. Marlies Döking (kl. Bild) zeigt ihre Skulptur „Viktoria“. Foto: Rose

Kreative Menschen sind in Leer und Horstmar immer für eine Überraschung gut. Drei Künstler haben sich am Wochenende zu einer Ausstellung „Kunst in der Landschaft“ auf der Wiese getroffen. Marlies Döking, Ewald Göcke und Bernhard Hüsken. Der Wettergott war ihnen hold. Also konnten sie ihre künstlerischen Arbeiten aufbauen und auf der Apfelwiese und im angrenzenden Garten auf interessiertes Publikum warten.

Ganz entspannt, genauso, wie ihre Kunst neben dem Broterwerb entstanden ist. Sie nehmen sich Zeit. Zeit, die, wie sie selber ohne Bedauern beschreiben, nicht in Handys oder Fernsehen investiert wurde, nein Zeit, die sie sich für die Kunst genommen haben. Sie kennen sich schon lange und sind durch die Gruppe 050505 selber bekannt geworden. Demzufolge scheint der Begriff Hobbykünstler nicht zu greifen. Er kann ihre Leidenschaft und ihre Liebe zu den Gegenständen, die sie bearbeiten, gar nicht fassen.

Marlies Döking bildhauert, seit Andreas Laugesen sie in die Bearbeitung eingewiesen hat. Sie erzählt, dass sie früher gemalt habe, aber eine neue Ausdrucksform finden wollte. „Ich wollte dreidimensional arbeiten. Und ich kann jetzt mit den Werkzeugen umgehen. Zudem liebe ich den Geruch von Holz. Ich fasse eine Skulptur gerne an, weil ich die sanfte Glätte in meinen Händen mag.“

So entstand ganz frisch, ein Kreis von Frauenköpfen, den sie „Schwestern“ genannt hat. Außerdem hat sie ihre Großmutter, von der sie nur ein Bild besitzt, in einer Holzskulptur unsterblich werden lassen. Die Bildhauerin ist noch berufstätig, deshalb ist ihre freie Zeit der Kunst gewidmet. Sie erzählt, dass zu ihren großen Vorbildern Louise Bourgeois und Nike de St. Phalle gehören. „Mutter meiner Kunst ist jedoch Louise Bourgeois“, beteuert die Akteurin.

Ewald Göcke ist Glasmaler. Er beschreibt, wie sein Pastor ihm zu einer Lehre in der Glaserei verholfen hat, obwohl er schon eine Lehrstelle in Münster als Büromaschinentechniker hatte. Und zwar bei dem Vater von der berühmten Schauspielerin Ruth Leuwerick.

Doch, er war schon in der Schule für seine Vorliebe, sakrale Bilder zu zeichnen, aufgefallen. Also hat er diese Arbeit so lange ausgeführt, bis das Glashandwerk ausblutete und dann war er in der Vermessungsbranche tätig. Nebenher ist er dem Glashandwerk treu geblieben. „Ich hatte immer Spaß daran“. Von ihm sind kleinere Arbeiten, wie „Adam und Eva“ zu sehen. Die große Puppe ist seinem Enkelkind zuliebe entstanden, aus Deckeln von Gläsern.

Das Anwesen, das „Kunst in der Landschaft“ zeigte, gehört Berhard Hüsken und der kann schweißen. Jetzt im Ruhestand schweißt er die vielen schönen Figuren und Skulpturen, die seinen Garten zu einem außergewöhnlichen Ort werden lassen. Viele haben einen biblischen Ursprung, wie das „goldene Kalb“ im Käfig. Andere zeigen drei Freunde beim Plausch. Mehrdeutigkeit ist möglich und gewollt. „Ich habe noch viele Ideen, die ich umsetzen möchte“, schmunzelt er. Dazu haben alle drei noch Zeit. Diese Ausstellung dauerte nur ein Wochenende.

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