Bundesgesundheitsminister zu Gast Viele Wünsche an Jens Spahn

Horstmar-Leer -

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte sich jetzt im Horstmarer Ortsteil Leer angekündigt. Der Politiker besuchte dort die Familie Manfred Niehues an der Burgsteinfurter Straße. Sie hat einen kranken Sohn, der an Muskelschwäche leidet. Manfred Niehues erläuterte dem Gast das recht aufwendige und komplizierte Verfahren bei der Anschaffung eines Rollstuhles für den Jungen. Gekommen waren auch Professor Dr. med. Peter Heistermann und Leonie Arning aus Leer.

Von Franz Neugebauer
Ludger Hummert, Prof. Dr. med. Peter Heistermann, Leonie Arning, Manfred und Susanne Niehues, Jens Spahn (v.l.), davor Tim Niehues im Rollstuhl führten ein interessantes Gespräch in Leer.
Ludger Hummert, Prof. Dr. med. Peter Heistermann, Leonie Arning, Manfred und Susanne Niehues, Jens Spahn (v.l.), davor Tim Niehues im Rollstuhl führten ein interessantes Gespräch in Leer.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte sich jetzt im Horstmarer Ortsteil Leer angekündigt. Der Politiker besuchte dort die Familie Manfred Niehues an der Burgsteinfurter Straße. Sie hat einen kranken Sohn, der an Muskelschwäche leidet. Manfred Niehues erläuterte dem Gast das recht aufwendige und komplizierte Verfahren bei der Anschaffung eines Rollstuhles für den Jungen. Vor dem Sozialgericht habe seine Familie den Anspruch durchgefochten. „Auf einen Termin bei der Uni-Klinik in Münster haben wir aber ein ganzes Jahr warten müssen“, so der Vater.

Gekommen waren auch Professor Dr. med. Peter Heistermann und Leonie Arning aus Leer. Die junge Frau studiert an der Fliedner Fachhochschule in Düsseldorf den Studienzweig „Medizinische Assistent oder im Fachjargon „Physician Assistant. Das neue akademische Studium ist eine akademische Weiterentwicklung der bisherigen in Deutschland bestehenden Ausbildungen zu Chirurgisch-Technischen Assistenzberufen und antwortet auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung, die Fortschritte in der Medizintechnik und auf eine neue Aufgabenverteilung in den Kliniken.

Prof. Heistermann ist Vorsitzender des Deutschen Hochschulverbandes Physician Assistant und betreut Leonie Arning beim Studium. Voller Begeisterung schilderte die Studentin ihr immer schon bestehendes Interesse an der Medizin. Weil ihr Numerus Klausus die für ein Medizinstudium erforderliche Note nicht bei 1,0 lag, blieb ihr das Medizinstudium allerdings verwehrt. Daher entschied sich die junge Frau für den Studiengang „Medizinische Assistenz“.

Heute ist Leonie Arning im vierten Semester und in den Bereichen Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Urologie und Gynäkologie tätig. Mit ihrer Ausbildung könne sie sich durchaus vorstellen, die Praxis der heimischen Ärztin Sabine Heidler zu unterstützen, erklärte die Leererin, die dem Bundesgesundheitsminister ihre Wünsche erläuterte. So forderte sie, das Berufsbild bekannter zu machen, damit die Akzeptanz steige. Der Tätigkeitsrahmen müsse besser definiert werden, um beispielsweise kleinerer Operationen selbst machen zu können.

Wichtig sei zudem ein freier Zugang zum Studium, um mehr an der Medizin Interessierte in das Gesundheitswesen zu bekommen.

Leonie Arning ist davon überzeugt, dass die Assistenzberufe dem Ärztemangel entgegenwirken und den Schülern auch ohne 1.0 Schnitt im Abitur die Chance gibt, ihren Traum, Arzt zu werden, zu verwirklichen. Letztendlich werde das der besseren Patientenversorgung dienen. Dafür brauche man aber die politische Unterstützung. Der Bundesminister nahm diese Anregungen mit in sein Ministerium und versprach, sich den angesprochenen Themen zu widmen.

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