Horstmar Flüchtlinge ziehen in Strumpffabrik

Horstmar -

Das Nutzungs- und Wohnungskonzept für das ehemalige Verwaltungsgebäude der ehemaligen Strumpffabrik Schule & Dieckhoff am Borghorster Weg 1 stellte der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Heinz Lölfing, während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Heimatpflege vor. In dem Gebäude sollen Wohnungen für Flüchtlinge entstehen, die die Stadt Horstmar für Flüchtlinge anmieten will.

Von Sabine Niestert

„Das ist nicht in Stein gemeißelt, sondern eine dynamische Geschichte“, betonte der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Heinz Lölfing, der in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Heimatpflege über den aktuellen Sachstand zum Gebäude Borghorster Weg 1 berichtete. Dort wird die Stadt Horstmar ab dem 1. Juni den zu Wohnungen umgebauten früheren Verwaltungstrakt der ehemaligen Strumpffabrik Schule & Dieckhoff zur Unterbringung von Flüchtlingen anmieten.

Bedingung dafür ist, dass der Vermieter und Besitzer, Simon Yündem aus Metelen, bis dahin alle Baustellen auf dem Grundstück abgearbeitet hat und das Gebäude mit einer Gesamtwohnfläche von über 800 Quadratmetern in zwei Geschossen beziehbar ist.

Wie Verwaltungsmitarbeiter Lölfing weiter berichtete, sollen rund 40 Flüchtlinge in das Objekt, in dem insgesamt fünf einzelne Wohnungen entstehen, einziehen. Dafür habe die Stadt ein Nutzungs- und Wohnkonzept erstellt. Dieses sehe vor, dass zwei Familien aus Syrien in die Wohnung eins mit insgesamt 163 Quadratmetern einziehen. Dort würden noch weitere Toiletten installiert. Das gelte auch für die Wohnung drei, die sich über zwei Etagen erstrecke und 179 Quadratmeter habe. Auf diesen sollen eine afghanische Familie mit vier Kindern sowie im Erdgeschoss vier afghanische allein stehende Männer untergebracht werden. Für Wohnung zwei mit 176 Quadratmetern, einem Laubengang und Balkon habe die Stadt eine Familie mit fünf Kindern aus Mazedonien vorgesehen.

Im Obergeschoss befinden sich die Wohnungen vier und fünf. In die Nummer vier mit 133 Quadratmetern sollen eine pakistanische Familie mit vier Kindern und eine allein stehende Frau aus China einziehen. Beide Parteien lebten zur Zeit noch in dem Haus am Sportplatz.

Wohnung fünf mit 163 Quadratmetern sei für zehn Personen vorgehen. Dabei handele es sich unter anderem um einen Vater mit seinem Sohn aus Syrien. Man habe versucht, darauf zu achten, dass Landsleute zusammen wohnen, erklärte Lölfing, der diese Unterbringung als eine „Verbesserung für die Flüchtlinge“ bezeichnete. Die Wohnungen seien ziemlich groß.

Die Mietverträge für die Wohnungen Neustraße 10, Münsterstraße 2 und Dorfstraße 9 sind seitens der Verwaltung zum 31. Mai gekündigt worden.

Der Befürchtung der sachkundigen Bürgerin von Bündnis 90/Die Grünen, Lydia Hackmann, dass es sich bei dem Gebäude um ein „dunkles Loch“ handele, widersprach nicht nur Lölfing, sondern auch Mitglieder der CDU- und der UWG-Fraktion. Sie hätten sich vor Ort umgesehen. Dafür, dass das Objekt einige Jahre leer stand, sei es in einem guten Zustand. Fenster rundherum sorgten dafür, dass es auch hell sei, hieß es.

Während einer Ortsbesichtigung vor seiner nächsten Sitzung will das Fachgremium unter dem Vorsitz von Heinz Roters die Räumlichkeiten besichtigen. Bis dahin dürften die Arbeiten auch weiter fortgeschritten seien.

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