Bevölkerungsstatistik prognostiziert starkes Wachstum
In 21 Jahren 21 Prozent mehr

Greven -

Greven wird auch in den kommenden Jahren stark wachsen. Das sagen jedenfalls die Zahlen des „Statistischen Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen“, die jetzt veröffentlicht wurden. Danach wächst die Bevölkerung in den kommenden 21 Jahren um 21 Prozent.

Dienstag, 16.07.2019, 11:20 Uhr
So voll wird es in der Innenstadt auch in Zukunft sicher nur zu den Stadtfesten sein. Aber wenn die Statistiker Recht haben, wird es in 21 Jahren deutlich mehr Grevener geben. Foto: Peter Beckmann

Es sind bestimmt hoch komplizierte Formeln, die die Männer und Frauen vom „Statistischen Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen“ da gestrickt haben. Die Ergebnisse wurden jetzt veröffentlicht und zeigen auf: Die Grevener Bevölkerung wird bis zum Jahr 2040 um weitere 21 Prozent anwachsen. Damit hätte Greven dann rund 47 000 Einwohner. Insgesamt haben nur sechs andere Städte in NRW höhere Zuwachszahlen.

Aber: das ist natürlich „nur“ eine Modellrechnung. „Bei der Interpretation der Ergebnisse derartiger Modellrechnungen ist grundsätzlich zu berücksichtigen, dass sie keine präzise eintreffenden Entwicklungen für die Zukunft abbilden können, sondern ausschließlich eine Orientierung für die Einordnung des zukünftigen Verlaufs der Bevölkerungszahl und –struktur leisten kann“, schreiben die Statistiker.

Trotzdem: Die grobe Richtung steht wohl fest. Auffällig: Für fast alle Städte im so genannten Speckgürtel des Oberzentrums Münster wird eine positive Bevölkerungsentwicklung ausgewiesen. Münsters Bevölkerung selbst wächst laut Statistiker bis 2040 um 13,9 Prozent.

Im Kreis Steinfurt – hier wird gesamt ein Plus bei der Bevölkerung von 1,3 Prozent angegeben – habe nur Altenberge (Bevölkerungs-Plus von 21,1 Prozent) und Laer (+18,7 Prozent) ähnliche Werte vorzuweisen.

Emsdetten zum Beispiel wird Bürger verlieren (-1,7 Prozent), auch Saerbeck wird demnach schrumpfen (-4,5 Prozent) und auch die Kreisstadt wird Bevölkerung verlieren (-7,6 Prozent).

Höchst interessant ist auch, welche Personen welchen Alters für die positive Entwicklung verantwortlich ist.

Laut Statistiker wird die Zahl der unter 19-Jährigen um 11 Prozent steigen, die der 19 bis 65-Jährigen nur um 7,6 Prozent steigen, dafür die Zahl der 65 Jahre und älteren Menschen mit einem Plus von 73,1 Prozent förmlich explodieren. Im Gesamtkreis Steinfurt wird letzterer Bevölkerungsteil „nur“ um 56 Prozent steigen, alle anderen Altersschichten nehmen ab.

Grundsätzlich haben die Statistiker ermittelt: In 119 der 373 kreisangehörigen Kommunen und in 22 der 53 kreisfreien Kommunen in Nordrhein-Westfalen wird die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2040 steigen, während in 285 Kommunen Rückgänge zu erwarten sind.

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