Neubau an der Reckenfelder Grundschule
Mensa wohl ohne feste Bühne

Reckenfeld -

Die neue Mensa an der Grundschule ohne Bühne? Damit mag sich Ernst Reiling (Reckenfeld direkt) nicht abfinden. Er will, dass beim Neubau direkt eine Bühne mit eingeplant wird. Über diesen Antrag wurde kürzlich im Bezirksausschuss gesprochen.

Dienstag, 25.06.2019, 08:34 Uhr aktualisiert: 25.06.2019, 09:00 Uhr
So sieht die Mensa, die diesem Anspruch kaum mehr gerecht werden kann, aktuell aus. Ein Neubau soll Abhilfe schaffen. Dieser soll multifunktional sein, so dass auch externe Veranstaltungen, etwa des Reckenfelder Blasorchesters, dort stattfinden können. Foto: Oliver Hengst

Die Mensa, betonte dort Bürgermeister Peter Vennemeyer, solle auch „der Durchführung schulischer Veranstaltungen dienen“. Der Bedarf einer Bühne werde seitens der Schule nicht gesehen. Die neuen Räume würden als ausreichend für schulische Zwecke angesehen.

Natürlich, das räumte Vennemeyer ein, sei es denkbar, dass die Mensa auch durch Dritte genutzt werde. „Aber soweit für solche Veranstaltungen eine Bühne benötigt wird, ist es möglich, eine solche Bühne zu mieten, um sie dann in der Mensa aufzustellen. Das kann dann nicht auf städtische Kosten gehen.“

Zudem müsse man bedenken: Eine feste Bühne würde die Nutzbarkeit der Mensa „deutlich einschränken“, daher gebe es auch in anderen Schulmensen nichts vergleichbares.

Reiling bemängelte, dass es „in den unterschiedlichen Ausschüssen unterschiedliche Antworten von der Verwaltung gibt“. Es habe die Anregung der Verwaltung geben, auf eine mobile Lösung zu setzten. Doch diese habe Nachteile: „Es ist immer schwierig: Wo ist die Bühne, wer baut sie auf, wer übernimmt die Kosten?“, zählte Reiling auf. Für öffentliche Kulturveranstaltungen, ob Konzert oder Kindertheater, brauche man eine Bühne. „Und diese Mensa ist uns so verkauft worden, dass sie für öffentliche Dinge zugänglich ist. Das wäre nun ein Umschwenken in der Gebrauchsanweisung“, kritisierte Reiling. „Das wäre wirklich traurig.“ Man könne nicht die Aula in der Ortsmitte abreißen und zwar Ausgleich in der Mensa in Aussicht stellen, aber dann verlangen, dass Vereine selbst für eine Bühne sorgen müssen. Man könne eine feste Bühne natürlich auch mit Tischen bestücken, an denen die Kinder essen könnten. „Das diskutieren Sie mal mit Unfallversicherungen“, entgegnete Vennemeyer. „Das wird nicht funktionieren.“

Das stellte Reiling natürlich nicht zufrieden. „So wie Sie hier argumentieren, können wir unsere Wünsche nicht erreichen“, sagte er dem Bürgermeister.

Zu einer Abstimmung kam es letztlich nicht. Für Reiling ist die Sache damit jedoch noch nicht vom Tisch. Er will das Thema weiter verfolgen und nach Wegen suchen, doch noch eine Bühne zu realisieren.

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