40 Stunden in der Woche geöffnet
Wertstoffhof künftig ohne Gebühren

Greven -

Mit Beginn des kommenden Jahres wird sich in Sachen Abfallentsorgung in Greven einiges tun. Zum einen wird die Sperrgutabfuhr auf ein Abrufmodell umgestellt, bei dem jeder Haushalt zwei Mal im Jahr eine Abfuhr per Scheck anfordern kann. Gleichzeitig wird dann auch der Wertstoffhof am Nien Esch eröffnet.

Samstag, 22.06.2019, 17:18 Uhr aktualisiert: 22.06.2019, 18:00 Uhr
Die Bauarbeiten am Wertstoffhof sind schon weit fortgeschritten. Die Betonarbeiten für die Container-Buchten sind beendet. Anfang des kommenden Jahres wird der Hof eröffnet. Foto: Peter Beckmann

Die Nutzung des Wertstoffhofes wird für Privathaushalte künftig kostenlos sein. Das beschlossen die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig.

„Die kostenlose Anlieferung ist ein Quantensprung“, begrüßte Manfred Zilske (Grüne) dieses Vorgehen. So gebe es für niemanden mehr eine Notwendigkeit, Abfall in die Landschaft zu schmeißen.

Aloys Wilpsbäumer, Leiter der Technischen Betriebe Greven (TBG) wies darauf hin, dass die Erhebung von Gebühren sowieso mit Kosten verbunden sei. „Gewinne lassen sich damit nicht erzielen“, verdeutlichte er. Denn sowohl die Erhebung von Gebühren durch das Personal als auch per Kassenautomat verursache mehr Kosten als eingenommen werden könnte. „Gebühren wären da nur ein reines Steuerungsinstrument.“

Der Wertstoffhof wird demnächst für die Annahme von rund 20 Abfallfraktionen, ausschließlich aus privaten Haushaltungen der Grevener Bürger, ausgelegt sein. „Das Angebot zur Abfallentsorgung soll dabei so niederschwellig organisiert werden, dass für den Abfallerzeuger kein Anreiz besteht sich umweltschädigend zu verhalten“, heißt es in der Vorlage. Extra Ausweise zur Nutzung des Wertstoffhofes, so angedacht von Helmut Röwemeier (SPD), lehnte Wilpsbäumer ab. „Das ist zum einen ein gewaltiger Verwaltungsaufwand, zum anderen sind demnächst auch fast alle Nachbarkommunen mit Wertstoffhöfen ausgestattet.“ Somit gebe es für Auswertige keinen Anreiz mehr, illegal den Grevener Wertstoffhof zu nutzen.

Klar ist aber: Auch künftig ist die Annahme von Hausmüll nur in gebührenpflichtigen städtischen Müllsäcken zulässig. Für Reifen, Bauschutt und ähnliches wird eine Begrenzung auf haushaltsübliche Mengen in der Satzung festgelegt. Und auch beim Grünabfall werde darauf geachtet, dass Unternehmen, die Grünabfälle abliefern, nachweisen müssen, dass diese aus Grevener Gärten stammen.

Auch in Sachen Öffnungszeiten wurde schnell eine Einigung erzielt. Der Wertstoffhof wird künftig an allen Werktagen im Rahmen einer Sechs-Tage-Woche mit insgesamt 40 Wochenstunden geöffnet sein: montags 8 bis 16 Uhr, dienstags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr, freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr. „Meine Leute berichten, dass momentan an Samstagen schon um 8.45 Uhr so viel Anlieferer von Grünabfällen warten würden, dass ein Stau auf der Saerbecker Straße entsteht“, berichtete Wilpsbäumer.

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