Städtebaulicher Wettbewerb für die Reckenfelder Ortsmitte
Altbau hat eine Zukunft

Reckenfeld -

Der Wunsch von einem Bürgerhaus im Altbau-Teil der früheren Hauptschule – er rückt in greifbare Nähe.

Freitag, 17.05.2019, 20:47 Uhr aktualisiert: 17.05.2019, 20:50 Uhr
Bis zu 160 Wohneinheiten in Ein- und Mehrfamilienhäusern sind vorgesehen, zudem viel Grün und wenig Verkehrsfläche.

Im Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbes, der in dieser Woche gekürt wurde, ist zumindest vorgesehen, dass die alte Hauptschule teilweise erhalten bleibt – und dabei sei natürlich von den Planern „das Bürgerhaus mitgedacht worden“, sagt Matthias Herding, im Rathaus für Stadtentwicklung zuständig. Laut Entwurf des Büros „sophie & hans“ aus Berlin soll der vordere Teil des Altbaus erhalten bleiben. Im Plan ist das Gebäude bereits mit „Bürgerhaus“ beschriftet.

Der Gesamt-Entwurf habe vor allem dadurch überzeugt, dass sich die vorgesehene Bebauung – ein Mix aus Ein- und Mehrfamilienhäusern – „sehr gut in den Ort einfügt“, das Konzept passe sehr gut in die Nachbarbebauung und wirke fast, als sei das Viertel natürlich gewachsen. Mit den etwa 150 bis 160 Wohneinheiten seien die Berliner laut Herding eher am unteren Rand der Vorgabe von 150 bis 180 geblieben, was für eine eher behutsame Ausnutzung der Fläche spreche. Auch der relativ geringe Anteil an Verkehrswegen sei beim Preisgericht positiv gewürdigt worden – ebenso der hohe Grün-Anteil, der dem Gartenstadtcharakter Reckenfelds Rechnung trage.

Apropos Grün: Im vorderen Bereich, in direkter Bürgerhaus-Nähe, ist ein Bürgerpark vorgesehen. Weitere, mal kleinere, mal größere Grünflächen finden sich im gesamten Gebiet wieder. Auch ist eine historische Baumreihe, die quer durchs Areal verläuft, im Entwurf aufgegriffen worden.

Wichtig war auch eine Anbindung des neuen Viertels an den Kirchplatz. Dies ist im Siegerentwurf ebenfalls berücksichtigt, unter anderem durch strukturierende Grünelemente und dadurch, dass Gestaltungselemente auf beiden Seiten der trennenden Bahnhofstraße einheitlich ausfallen, so dass die Bereiche als zusammengehörend wahrgenommen werden.

Die Erschließung des neuen Viertels erfolgt laut Entwurf ausschließlich über die Emsdettener Straße, sofern man mit dem Auto unterwegs ist. Für Radfahrer und Fußgänger sind eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten vorgesehen ins Viertel hinein- und wieder herauszugelangen.

Der Siegerentwurf ist also gekürt – das heißt aber nicht, dass er 1:1 so umgesetzt wird. In einigen Fragen erwartet der Stadtentwickler noch „einiges an Dynamik“. Natürlich werde man „das ganze Konzept nicht auf den Kopf stellen. Es sollte nachher natürlich nicht ganz anders aussehen. Das würde das Verfahren ad absurdum führen.“ Immerhin habe das Gesamtkonzept ja überzeugt. Aber Veränderungen im Detail sind natürlich noch möglich und sogar wahrscheinlich.

Herding rechnet damit, dass das nun anstehende Bebauungsplanverfahren im Herbst in die jeweiligen Fachausschüsse (Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt sowie Bezirksausschuss Reckenfeld) geht. Bis zu dessen Abschluss können nochmal eineinhalb bis zwei Jahre vergehen. Ob die Berliner das Verfahren weiter begleiten, ist noch offen. Man sei in Gesprächen, so Herding. Es bleibe abzuwarten, „ob man zueinander findet“.

Alle eingereichten Beiträge des städtebaulichen Wettbewerbes werden in einer Ausstellung im Rathausfoyer präsentiert, sie werden dort vom 27. Mai bis zum 21. Juni zu sehen sein. Auch in Reckenfeld sollen die Preisträgerbeiträge auf dem Kirchplatz präsentiert werden.

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