Anneliese Sackmann und der Offene Singkreis
Singen in allen Lebenslagen

Reckenfeld -

Was die Freude am Singen ausmacht? Schwer in Worte zu fassen. Anneliese Sackmann sagt: „Es löst etwas aus, es macht etwas.“ Was genau – sie lädt dazu ein, es selbst zu ergründen. Etwa fünf bis sechsmal im Jahr beim Offenen Singkreis. Die nächste Ausgabe findet am kommenden Sonntag statt. Wer noch nie teilgenommen hat, hat etwas verpasst, davon ist Anneliese Sackmann überzeugt. „Sie werden überrascht sein, wie viel Freude das Singen bereiten kann.“

Freitag, 17.05.2019, 06:52 Uhr aktualisiert: 17.05.2019, 11:40 Uhr
Anneliese Sackmann begleitet die Lieder selbst auf der Gitarre. Musik begleitet sie durchs Leben, sie spielt auch Block- sowie Querflöte und singt im Chor. Foto: Rosemarie Bechtel

„Ich singe seit 1982“, sagt die Reckenfelderin. „Es hat mir immer durchs Leben geholfen.“ Nicht nur das Singen, sondern Musik allgemein. Sie hat früher Blockflöte gespielt, dann Querflöte, inzwischen Gitarre („Da gab es so einen Hausfrauenkurs“). Das Singen sei ein wertvoller Begleiter in traurigen und in fröhlichen Lebenslagen.

Beim Offenen Singkreis steht jedoch eindeutig die Heiterkeit im Vordergrund. „Es geht darum, in Gemeinschaft zu singen.“ Es gehe nicht um Meisterchor-Ambitionen, ganz im Gegenteil. Wenn jemand gern singe, aber nicht gut, sei er genauso willkommen wie jemand, der über eine geübte Stimme verfügt. Und wenn doch mal jemand den falschen Ton trifft? „Das fällt ja nicht auf“, verspricht Anneliese Sackmann schmunzelnd. Dafür sorge schon Heinz Battling mit seinem kraftvollen Akkordeon. „Der reißt die Leute mit.“ Er habe zur Gruppe gefunden, nachdem Ilse Jordan, mit der Anneliese Sackmann zunächst den Singkreis gestaltete, verstorben war. Rogar Schnieders war von Anfang an dabei. Er sorgt dafür, dass die Liedtexte via Beamer so präsentiert werden, dass jeder mitsingen kann. Mechthild Henrichmann trägt Gedichte und Anekdoten bei.

Sie habe diese Mitstreiter nicht gezielt ansprechen müssen. „Die haben sich einfach gefunden“, freut sich Anneliese Sackmann über die Unterstützung. Alle eint die Freude am gemeinsamen Singen. Dieses fördere nicht zuletzt die Gesundheit. Studien hätten bewiesen, dass das Immunsystem profitiere, weiß Anneliese Sackmann.

Beim Zusammenstellen des Programms schöpft die Reckenfelderin aus einem großen Fundus von Volksliedern, alten Schlagern, Evergreens. „Es kommt oft vor, dass mir Leute sagen: Ach Gott, das habe ich ja schon seit Jahrzehnten nicht mehr gesungen.“ Nicht selten lösen die Lieder auch sentimentale Erinnerungen aus, an die Kindheit, die Jugend, die Heimat in Ostpreußen oder anderswo.

30 bis 35 Teilnehmer kommen eigentlich immer, bei der Weihnachtsausgabe können es auch schon mal 50 werden. Manche Stammgäste sind darunter, aber immer wieder auch neue Gesichter, die sich erstmals „trauen“. Fünf Jahre ist es her, dass die Veranstaltung zum ersten Mal stattfand.

Anneliese Sackmann singt auch im evangelischen Kirchenchor. Dort mit einem anderem gesanglichen Anspruch. Geht es im Singkreis mehr um das Miteinander, ist im Chor auch Akkuratesse gefragt. „Ich singe auch gerne perfekt“, sagt Anneliese Sackmann, bei der das Vorsingen für den Sohn („Mama, sing mir von der Loreley vor“) eine Leidenschaft ausgelöst hat, die bis heute anhält.

► Sonntag, 19. Mai, um 17 Uhr im Deutschen Haus.

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