Rock bei Rickermann Fans feiern das Leben

Reckenfeld -

Zwei Bands aus den Niederlanden brachten den Saal bei Rickermann zum Tanzen und Schwitzen. Den Start machte „The Atomic 4“.

Von Pia Naendorf
Die rund 150 Besucher wussten zu feiern: Früher oder später landete jeder auf der Tanzfläche, selbst schüchterne Vertreter legten ihre Zurückhaltung ab.
Die rund 150 Besucher wussten zu feiern: Früher oder später landete jeder auf der Tanzfläche, selbst schüchterne Vertreter legten ihre Zurückhaltung ab. Foto: pin

Die Frauen mit weiten, gepunkteten Kleidern und die Männer mit Tolle – was wie eine Zeitreise in das Amerika der 50er Jahre anmutet, in denen die großen Idole Elvis Presley und Marilyn Monroe heißen, ist tatsächlich ein lebendiger Ausflug in die heutige Welt des Rockabilly. Eine Szene, die sich beim Gasthaus Rickermann in Reckenfeld trifft.

Zu den Hits der ganz Großen aus der Welt des Rock’n’Roll wurde getanzt, gesungen und gefeiert.

Zwei Bands aus den Niederlanden brachten den Saal zum Tanzen und Schwitzen. Den Start machte „The Atomic 4“. Vier Musiker, die auf der Bühne alles gaben und sich völlig verausgabten. Und das kam an bei den rund 150 Feiernden. Immer wieder wurde zum Tanzen aufgefordert, kaum jemand stand nur daneben. Alle wippten mit, klatschten den Takt und endeten irgendwann unweigerlich auf der Tanzfläche.

Während die Musiker auf der Bühne immer mehr schwitzten, immer lauter sangen und alles aus ihren Instrumenten herausholten, wurde auch das Publikum immer wilder. Die Tanzfläche füllte sich immer wieder und so mancher Rock flatterte um das Tanzbein, die Beine flogen durch die Lüfte, und die Partner wirbelten über das Parkett.

In der kurzen Umbaupause gab es Musik vom Band, die genauso bekannt war. Auf der Tanzfläche gab es spontane Gruppentänze, sogar die Schüchternen trauten sich – zumindest kurz.

In der zweiten Hälfte des Abends sorgte „The Mischief“ für Stimmung. Auch sie brachten den Saal zum Kochen.

„Heute ist es besonders gut besucht“, resümierten die Veranstalter zufrieden. Darüber freue man sich sehr. Es seien auch ein paar neue Gesichter dabei. „Die haben natürlich einen tollen Einstand.“

Und auch die Gäste waren sich einig. In den wenigen Pausen, die sich die Tanzenden erlauben, wurde gelacht und getrunken. „Ich muss mich erstmal erholen“, meinte einer lachend. „Das ist nicht mehr wie früher, da haben wir länger durchgehalten“, sagte ein Pärchen und verschwand zum nächsten Lied doch wieder auf die Tanzfläche.

Vermutlich hätte sogar der „King of Rock’n’Roll“ persönlich seine Freude gehabt: Fremde, die miteinander tanzen, Schüchternheit, die überwunden wird, und eine volle Tanzfläche, auf der die Gäste das Leben genießen.

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