Anja Karliczek zu Gast in Afrika-Gottesdiensten Die Jugend ist hungrig auf Bildung

Reckenfeld -

„In meinen 48 Dienstjahren habe ich noch nie eine Bundesbildungsministerin in einem Gottesdienst begrüßen dürfen“, sagt Pfarrer Heinz-Georg Surmund. Am Wochenende wardie Bundesbildungsministerin Anja Karliczek gleich zweimal zu Gast - am Samstag in der St.-Josef-Kirche und am Sonntag in St. Franziskus.

Von Rosemarie Bechtel
Die Afrika-Gruppe mit der Ministerin (von links): homas Volk, Bernhardine Michels, Hanne Wieskamp, Anja Karliczek (Bundesministerin für Bildung und Forschung), Marlies Windau und Paul Pier.
Die Afrika-Gruppe mit der Ministerin (von links): homas Volk, Bernhardine Michels, Hanne Wieskamp, Anja Karliczek (Bundesministerin für Bildung und Forschung), Marlies Windau und Paul Pier. Foto: Rosemarie Bechtel

„Die Möglichkeiten, Bildung nach Afrika zu bringen, sind unbegrenzt“, sagte Karliczek in den Gottesdiensten, die Afrika gewidmet waren. Sie berichtete über Projekte und Möglichkeiten in vielen Bereichen, erklärte, dass Forscher aus Deutschland mit Forschern aus Afrika auf Augenhöhe arbeiten müssten. „In Tansania gibt es über 18 Projekte in der Forschung. Der Kampf gegen die Armut beginnt mit dem Kampf gegen den Hunger.“

Afrika sei wichtig und werde immer wichtiger aus wirtschaftlicher politischer und ökologischer Sicht. „Der stärkste Motor ist und bleibt die Bildung: Die Jugend ist hungrig darauf, auch auf politische Teilhabe. Wir müssen der Jugend Afrikas Perspektiven bieten“, so die Bildungsministerin.

Sie würdigte das Engagement der Afrikagruppe vor Ort. Engagiert wie diese Gruppe ist, gab es dann auch am Sonntagvormittag noch einen zweiten Afrikagottesdienst, bei dem natürlich wieder Anja Karliczek und Mixed Voices mitwirkten.

Schon beim Betreten der St.-Josef-Kirche stimmen afrikanische Klänge auf den besonderen Gottesdienst ein. Der Gospelchor Mixed Voices unter der Leitung von Martina Eßing brachte mit einigen afrikanischen Songs den Kontinent musikalisch noch näher.

Als Claudia Schleich sehr gefühlvoll als Solistin „Immanuel“ sang, sorgte das bei vielen Besuchern für Gänsehaut. Das Thema war natürlich Afrika und wurde von der Afrikagruppe der Martinusgemeinde umgesetzt.

Die unterstützt die St. Charles School in Iringa/Tansania. Ein kurzer Rückblick darauf, was sich dort alles dank der Unterstützung aus Greven getan hat, zeigte auf, wie wichtig die Hilfe von Greven aus ist. Die Lehrer leisten dort sehr gute Arbeit, die Schüler wollen unbedingt lernen. 572 sind es aktuell, und so manche Familie dort kann nur dank der Hilfe aus Greven das Schulgeld zahlen. „Afrika ist ein großes Thema, ein großer Auftrag“, so Pfarrer Heinz-Georg Surmund, der mit den Worten: „Gebete ändern die Welt nicht. Aber Gebete ändern die Menschen. Und die Menschen verändern die Welt“, den Theologen Albert Schweitzer, den man als Vorreiter für Projekte in Afrika sehen darf, zitierte.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6165516?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F