Privatkonzert im Wohnzimmer – für einen guten Zweck Stanke – der Star zum Anfassen

Reckenfeld -

Patrick Stanke ist ein Musical-Star. Jetzt gab er ein Konzert in einem Reckenfelder Wohnzimmer. Seine Fans hatten ihn ersteigert.

Von Rosemarie Bechtel
Begeisterte Besucher des Privatkonzerts mit Patrick Stanke (Mitte) und der Organisatorin Judith Löchter (rechts neben ihm).
Begeisterte Besucher des Privatkonzerts mit Patrick Stanke (Mitte) und der Organisatorin Judith Löchter (rechts neben ihm). Foto: Irsi Haman

Wer singt da? Was ist das für eine tolle Stimme? Kommt die vom Band? So oder ähnlich haben sicherlich Spaziergänger, die am vergangenen Wochenende in der Nähe der Hubertusapotheke in Reckenfeld unterwegs waren, reagiert. „Nein, leise war das nicht, was sich hier in meinem Wohnzimmer musikalisch abspielte“ erzählt Judith Löchter.

Unbemerkt von der Öffentlichkeit gab dort  der deutschlandweit gefragteste Musicalinterpret Patrick Stanke ein Wohnzimmerkonzert. Besucher der Bühne Tecklenburg konnten  ihn in diesem Theatersommer als Jean Valjan in Les Miserables erleben.

Aber wie bekommt man diesen Musicalstar nach Reckenfeld – dazu noch ins heimische Wohnzimmer?

„Nun, wir haben ihn mit 21 Leuten ersteigert“ erzählt Judith Löchter.

Patrick Stanke möchte das Projekt Pacific Garbage Screening unterstützen und ließ sich für ein Wohnzimmerkonzert versteigern.

„Der Betrag belief sich nach gut einer Stunde schon auf rund 700 bis 800 Euro. Dann hatte eine Fangruppe die Idee, dass man sich mit mehreren zusammentun könnte. „Ganz schnell gründete jemand eine Whatsapp- Gruppe. Wir waren da 21 Leute. Und hier konnte jeder reinschreiben, was er bereit war zu spenden. So kamen wir auf einen Betrag von 2500 Euro.“ Letztendliche ersteigerten die Reckenfelder den Wohnzimmerauftritt mit 2000 Euro. „Den Rest gaben wir nach dem Konzert natürlich auch ab. Das geht in die Organisation Kindertal in Wuppertal, die Patrick ebenfalls unterstützt“, erzählt die musicalbegeisterte Apothekerin. Sie war es auch, die ihr großes Wohnzimmer über der Apotheke für die 30 Teilnehmer zur Verfügung stellte.

Die Besucher kamen aus der Eifel, Krefeld, Siegen – und die allerweiteste Anreise hatte ein Fan aus Alzenau. „Es war ein toller Rahmen, man kannte sich vorher nicht persönlich. Patricks zahlte die Anreisekosten aus eigener Tasche. Lediglich Grillwurst und Bier sollten da sein. Er kam sehr sympathisch rüber und gab ein gut zweistündiges Konzert“, so Organisatorin Löchter.

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