Kommentar zu Hermes Auf der grünen Wiese

Große Investition im Logistikbereich. Aber sie steht für eine große Gefahr für den stationären Handel. Tendenz steigen, meint unser Kommentator

Von Von, Günter Benning
Hermes-Chef Schabirosky (2.v.l.) und Besucher bei der Feier zum ersten Spatenstich. 
Hermes-Chef Schabirosky (2.v.l.) und Besucher bei der Feier zum ersten Spatenstich.  Foto: Günter Benning

Vor Jahrzehnten galt der Einkaufsmarkt „auf der grünen Wiese“ als Sendbote des Innenstadtsterbens. Immerhin zog es noch Publikum an den Rand der Städte – und, gut gelegen, auch ins Zentrum.

Heute signalisieren die Logistikzentren auf der grünen Wiese die Revolution des Handels. Der Kunde bleibt am PC. Die Päckchen kommen wie von selbst. Das deutschlandweite Konzept von Logistikern wie Hermes setzt auf immer schnellere Zugriffszeiten. Jetzt bestellt, gleich geliefert. Egal was, egal woher. Da kommen Innenstadtkaufleute nur mit, wenn sie mehr drauf haben als Tempo.

Das Hermes-Center ist imposant. Viel Geld wird investiert. 110 Leute bekommen Jobs, in der Familientradition des Otto-Konzerns sollen Mitarbeiter, heißt es, einen hohen Stellenwert genießen. Greven kann sich gebauchpinselt fühlen als ein Standort, der zentral, super-erreichbar und fix für neue Unternehmen ist.

Was die Zukunft für Innenstädte wie die Grevens bringt, steht da auf einem anderen Blatt.

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